Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 09.09.2019


Innsbruck-Land

Landesfeuerwehrtag in Absam: Kein Gedanke an Zusammenlegungen

Beim Landesfeuerwehrtag wurde deutlich, dass man nicht an Zusammenlegungen von Feuerwehren denkt.

Die geehrten Feuerwehrmitglieder Franz Brunner, Alexander Bacher, Martin Mitterer, Johannes Harasser, Andreas Schroll und Wolfgang Storf (mit Urkunden v. l.) mit den Ehrengästen.

© LFV TirolDie geehrten Feuerwehrmitglieder Franz Brunner, Alexander Bacher, Martin Mitterer, Johannes Harasser, Andreas Schroll und Wolfgang Storf (mit Urkunden v. l.) mit den Ehrengästen.



Absam – Die Feuerwehrspitzen des ganzen Landes versammelten sich gestern beim 18. Landesfeuerwehrtag in Absam. Landesfeuerwehrkommandant Peter Hölzl präsentierte dabei die Bilanz des Jahres 2018 und gab einen Ausblick auf die kommenden Aufgaben. „Rund 17.500 Einsätze waren in ganz Tirol zu bewältigen, und wir dürfen festhalten, dass die Feuerwehren zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Stelle waren. Davon, dass Einsätze nicht machbar wären, kann keine Rede sein. Das zeugt von der hohen Bereitschaft zur ehrenamtlichen Hilfeleistung, aber auch vom hohen Ausbildungsstandard.“

Dass bei den Neuwahlen im Vorjahr alle Führungspositionen besetzt werden konnten, sei ein weiteres Zeichen der funktionierenden Einheit bei den Feuerwehren, so Hölzl weiter: „Erstmals wurden in den Bezirken Schwaz und Reutte auch Feuerwehrkommandantinnen gewählt. Ein klarer Beweis dafür, dass bei den Feuerwehren auch Frauen in höchsten Positionen ihre Aufgaben zur besten Zufriedenheit erledigen können.“

Die hohe Kompetenz der Tiroler Feuerwehren komme nicht nur im Notfall zum Tragen. Auch in der Ausbildung setzt man in der Landes-Feuerwehrschule Tirol Akzente, teilt der Landesfeuerwehrverband mit. „Österreich hat erkannt, dass Einsätze in den Straßen- und Bahntunneln zu den schwierigsten Aufgaben gehören, Darum fungiert unsere LFS als so genanntes Tunnel-Kompetenzzentrum, in dem Feuerwehrmitglieder aus ganz Österreich auf diese speziellen Aufgaben vorbereitet werden“, sagte Hölzl.

Landes-Feuerwehrinspektor Alfons Gruber strich u. a. die Bedeutung der guten Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren, den Behörden des Landes Tirol sowie den Partnern heraus. „Das Freiwilligensystem der Tiroler Feuerwehren ist ein Erfolgsmodell“, erklärte Gruber. Er ließ keinen Zweifel aufkommen, dass an eventuelle Zusammenlegungen von Feuerwehren nicht zu denken sei.

Sicherheitsreferent LHStv. Josef Geisler sicherte weiterhin vollste Unterstützung des Landes bei der Bewältigung der Aufgaben zu. Folgende Kameraden erhielten Verdienstzeichen: Bronze: Alexander Bacher, Johannes Harasser, Martin Mitterer und Andreas Schroll (alle Bezirk Kitzbühel); Silber: Franz Brunner (Bezirk Lienz) und Heinz Golmayer (Lienz, nicht anwesend); Steckkreuz: Wolfgang Storf (Bezirk Reutte). (TT)


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