Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 24.09.2019


Klimaschutz

Tiroler Künstler und Kulturschaffende unterstützen „Earth Strike“ am Freitag

Die „Artists for Future“-Bewegung, die sich für eine neue Klimapolitik einsetzt, nimmt auch in Innsbruck Fahrt auf – und trägt zur Großdemo am Freitag bei.

Für den Demonstrationszug am Freitag bereiten Innsbrucker Kulturschaffende u. a. eine große rollende Erdkugel vor.

© Artists for FutureFür den Demonstrationszug am Freitag bereiten Innsbrucker Kulturschaffende u. a. eine große rollende Erdkugel vor.



Innsbruck – Das Thema Klimaschutz bewegt die Zivilgesellschaft derzeit wie wohl kein zweites. Und wie es der Zufall will, fällt die Woche vor der Nationalratswahl auf eine weltweite Aktionswoche der „Fridays for Future“-Bewegung. Höhepunkt in Österreich ist der so genannte „Earth Day“ am Freitag, den 27. September: Bundesweit werden Tausende Menschen zu Demonstrationen für eine veränderte Umwelt- und Klimaschutzpolitik erwartet. In Innsbruck beginnt die „Earth Day“-Kundgebung um 11.30 Uhr am Landhausplatz, um „fünf vor zwölf“ setzt sich der Demonstrationszug durch die Innenstadt in Bewegung.

Was mit streikenden Schülerinnen und Schülern begann, wird inzwischen von weiteren zivilgesellschaftlichen Gruppen mitgetragen: Dabei formieren sich neben Wissenschaftern (Scientists for Future), Unternehmern (Entrepreneurs for Future) oder Eltern vermehrt auch Kunst- und Kulturschaffende als „Artists for Future“. So auch in Innsbruck: Mit Blick auf den „Earth Day“ und darüber hinaus unterstützt eine Reihe von Kulturvereinen, Veranstaltern und Künstlern die „Fridays for Future“-Bewegung: Mit dabei sind u. a. das Kulturzentrum Bäckerei, die Initiatoren des Bonanza-Festivals, die Kulturvereine Vogelweide und Brache, der Illustrator Jakob Winkler, der „Verein der guten Zusammenarbeit“, die Musikerin Baiba Dekena, Charly Walter von Open Space Innsbruck und die TKI – Tiroler Kulturinitiativen, die das Thema „Klimakultur“ zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit gemacht haben.

„Es ist wichtig, dass sich nicht nur Jugendliche für das Thema Klimaschutz engagieren“, so Charly Walter am Rande einer Aktion, bei der er gemeinsam mit anderen Beteiligten einen großen rollenden Globus für den Demozug anfertigt. „Diese Generation hat uns allen einen Anstoß gegeben, uns gemeinsam einzubringen, und sie verdient unsere Unterstützung.“ Für Jakob Winkler ist klar, dass die Politik vor allem erst dann reagiere, „wenn sie sieht, hört und spürt, dass die Menschen eine Veränderung fordern“.

„Wenn wir als Kulturschaffende etwas beitragen können, dann ist das gut. Am Ende müssen sich aber natürlich möglichst alle gesellschaftlichen Kräfte zusammentun“, findet Baiba Dekena, die neben einigen anderen beim „Earth Strike“ (Dauer bis 15 Uhr) ein Konzert spielt. (TT)