Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 07.10.2019


Exklusiv

Namensänderung nach Scheidung: Ein Kind mit vielen Namen

Ein gemeinsamer Nachname drückt immer Verbundenheit aus. Nach einer Trennung der Eltern werden auch jene der Kinder mitunter geändert – oft nicht in beiderseitigem Einverständnis.

Streitigkeiten werden leider oft auf dem Rücken der Kinder ausgetragen. Was Namensänderungen betrifft, machte die Behörde viele negative Erfahrungen.

© iStockStreitigkeiten werden leider oft auf dem Rücken der Kinder ausgetragen. Was Namensänderungen betrifft, machte die Behörde viele negative Erfahrungen.



Von Michaela S. Paulmichl

Innsbruck – Und dann hatte das eigene Kind plötzlich einen anderen Namen: eine unerwartete Entfremdung, beklagt ein Vater, der sich vor einigen Jahren von der Mutter seiner Tochter trennte. Die Ehe ist einvernehmlich geschieden, die Eltern teilen sich die Obsorge, das Kind lebt überwiegend bei seiner Mutter. Als die Frau wieder heiratete, nahm sie nicht nur selbst den Nachnamen ihres neuen Mannes an, auch der Geburtsname der Tochter wurde geändert. „Ohne mein Wissen und meine Zustimmung“, wie der Vater sagt, der eigenen Angaben zufolge erst später davon erfuhr. Sein Einspruch blieb ohne Erfolg. „Ich weiß bis heute nicht, weshalb die Behörde diesen Vorgang vollzog, ohne mich zu informieren.“

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