Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 06.10.2019


Tirol

„Tag des Wildes“ in Innsbruck: „Der Wolf ist kein Thema“

Der siebte „Tag des Wildes“ wohlgemerkt, nicht der Jagd, lockte zahlreiche Waidmänner und -frauen sowie Nichtjäger zum Goldenen Dachl.

Die Jagd hat viele Gesichter: Von den Jagdhornbläsern ...

© Thomas Boehm / TTDie Jagd hat viele Gesichter: Von den Jagdhornbläsern ...



Von Thomas Parth

Innsbruck – Gestern fand die große Publikumsveranstaltung „Tag des Wildes“ in der Innsbrucker Altstadt statt. Heute zwischen 11 und 15 Uhr können die Innsbrucker Jagdreviere besucht werden, wie die Organisatorin, Bezirksjägermeisterin Fiona Arnold, bestätigt. „Wir sehen den Tag als Leistungsschau, die eine möglichst große Bandbreite der Jagd widerspiegelt. Das ist uns auch heuer wieder gelungen“, freut sich Arnold.

Für den Tiroler Landesjägermeister Anton Larcher dient die Veranstaltung zur Imagepflege der Tiroler Jägerschaft: „Wir wollen uns öffnen und unsere Passion allen, die den Lebensraum des Wildes nutzen, erklären.“

Die Jagd solle weiterhin in der Mitte der Gesellschaft beheimatet sein, da sie etliche wichtige Aufgaben übernehme. „Um möglichen Konflikten vorzubeugen, läuft in Tirol das Projekt ,Bergwelt miteinander erleben‘“, informiert Larcher: „Naturnutzer sollen tirolweit mittels eines Informations- und Wegenetzes gelenkt werden.“ Es gebe hier bereits positive Beispiele, wo Skitourengeher um Hochstände oder um eine Wildfütterung herumgelenkt werden, damit das Wild nicht unnötig gestört wird. Ein flächendeckender Ausbau dieses „Leitsystems“ sei in Arbeit.

„Der Wolf ist kein Thema der Jagd“, räumt der Landesjägermeister mit einem Irrglauben auf: „Wir haben kein Interesse, große Beutegreifer wie Luchs, Wolf oder Bär zu nutzen.“ Gleichzeitig spricht sich Larcher klar gegen eine Wiederansiedlung großer Beutegreifer aus: „Das kann ich nicht mittragen.“

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... bis zu den Jagdhundeführern ...
... bis zu den Jagdhundeführern ...
- Thomas Boehm / TT



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