Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 16.10.2019


Bezirk Kitzbühel

Intensive Planungen für die neue Rotes-Kreuz-Bezirksstelle laufen

Der Standort ist fix, nun folgt die Feinplanung für die neue Rotkreuz-Zentrale im Bezirk Kitzbühel. Der Baubeginn soll 2020 erfolgen.

Die neue Bezirksstelle des Roten Kreuzes soll an der Brixentaler Straße neben dem Eurotours-Standort errichtet werden.

© AngererDie neue Bezirksstelle des Roten Kreuzes soll an der Brixentaler Straße neben dem Eurotours-Standort errichtet werden.



Von Harald Angerer

Kitzbühel – Es ist eng, viel zu eng, in der derzeitigen Rotkreuz-Bezirksstelle in Kitzbühel. Hier finden derzeit die Bezirksleitung und die Ortsstelle Platz, aber nicht ausreichend. „Wir können nicht einmal mehr unsere neuen Autos in der Garage unterbringen“, bringt es Bezirksstellenleiter Bernhard Gschnaller auf den Punkt. Eine nicht ganz neue Situation, weshalb man schon vor Jahren mit der Suche eines neuen Standortes begonnen hat.

Dieser steht inzwischen fest, der Neubau soll neben dem Eurotours-Firmengelände entstehen. Aus einsatztaktischen Gründen der beste Platz, wie von Seiten des Roten Kreuzes betont wird. Auch vom Kitzbühler Gemeinderat gab’s dazu bereits grünes Licht. Denn die Fläche ist im Besitz der Stadt und wird dem Roten Kreuz mittels Baurecht zur Verfügung gestellt. Bereits die aktuelle Zentrale steht auf einem Grundstück der Stadt.

Seit der Entscheidung des Gemeinderates ist es aber ruhig geworden um das Vorhaben des Roten Kreuzes. „Das Projekt wird von uns weiter vorangetrieben“, sagt Gschnaller. Man habe ein Architekturbüro in Wörgl mit dem Baumanagement beauftragt. Dieses habe inzwischen drei Varianten ausgearbeitet. „Zuerst haben wir aber einen Raumplan erstellt, damit klar ist, was wir brauchen“, schildert Gschnaller. Neben dem Baumanagement gibt es aber noch einen Experten in den eigenen Reihen, der als Vermittler zwischen Rotkreuz-Geschäftsführung und Baumanagement fungiert.

„Wichtig war uns, dass die Architekten verstehen, was wir brauchen. Deshalb haben sie uns bei mehreren Diensten, untertags wie auch in der Nacht, begleitet“, schildert der Bezirkstellenleiter gegenüber der Tiroler Tageszeitung. Auch habe man sich Rettungswachen in Vorarlberg und Tirol in ähnlicher Größe angesehen. Inzwischen habe man sich beim Roten Kreuz auf eine der drei ausgearbeiten Varianten geeinigt. Nun gilt es noch, diese mit der Stadt abzustimmen. Das Gebäude soll zur Straße hin nur mit dem Erdgeschoß sichtbar sein, dank der Hanglage werden die Garagen dann darunter angesiedelt.

„Das Gebäude ist auch so geplant, dass wir es jederzeit aufstocken können“, sagt Gschnaller. Bei den Kosten legt er sich klar fest, diese dürften vier Millionen Euro nicht überschreiten. „Aber fix und fertig, mehr haben wir nicht“, sagt er und betont, dass das Rote Kreuz den Bau selbst finanziert, ohne öffentliche Gelder. Wenn alles nach Plan läuft, könnte Ende 2020 mit dem Bau begonnen werden, die Fertigstellung soll dann im Jahr 2021 erfolgen.