Letztes Update am So, 20.10.2019 07:41

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


ÖAV

Alpenverein will Finanzierung per Gesetz, Ermacora als Präsident wiedergewählt

Andreas Ermacora.

© Alpenverein/FreudenthalerAndreas Ermacora.



Schladming – Andreas Ermacora wurde gestern in Schladming als Präsident des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV) bestätigt. Sein Wunsch für die neue Amtsperiode: ausreichend finanzielle Mittel für den ÖAV. Das fordert der 59-Jährige von der neuen Bundesregierung. „Unser Wunsch ist es, dass wir nicht Klinken putzen gehen müssen.“

Um die alpine Infrastruktur – wie etwa das 26.000 Kilometer lange Wegenetz – kümmern sich in Österreich ehrenamtliche Vereine wie der ÖAV. Um diese Arbeit weiterhin machen zu können, benötige es Geld, wobei Ermacora nicht mehr wie ein Bittsteller auftreten will. 2013 habe man durch eine Petition mit 150.000 Unterschriften eine Finanzierungszusage für die nächsten fünf Jahre erreicht. Dem Alpenverein fallen damit pro Jahr etwa 3,6 Millionen Euro zu. Nun stellt sich der ÖAV-Präsident vor, dass die Finanzierung alpiner Vereine und somit der alpinen Infrastruktur, „fixer Bestandteil“ des Budgets werden soll.

Kritisch sieht Ermacora Entwicklungen im Tourismus: Die Bevölkerung würde nicht mehr einsehen, „warum bei 25 Grad Celsius schon Skipisten aufgemacht werden. Ob das ökologisch vertretbar ist?“ Der Zenit sei erreicht. Über Mitgliederschwund kann sich der Alpenverein nicht beklagen. Der ÖAV verzeichnet 573.178 Mitglieder. (TT, APA)