Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 23.10.2019


Innsbruck

Interreg-Projekt „KlimaAlps“: Mit Bildung gegen den Klimawandel

Das Interreg-Projekt „KlimaAlps“ soll auf sichtbare Spuren des Klimawandels aufmerksam machen – und so zur Bewusstseinsbildung beitragen.

Nicht nur am Floitenkees in den Zillertaler Alpen wird der Gletscherrückgang – und somit der Klimawandel – deutlich sichtbar.

© HeufelderNicht nur am Floitenkees in den Zillertaler Alpen wird der Gletscherrückgang – und somit der Klimawandel – deutlich sichtbar.



Innsbruck – Spuren des Klimawandels sind weltweit sichtbar, auch in Tirol. Genau darauf soll nun das grenzübergreifende Projekt „KlimaAlps“ der Interreg Österreich-Bayern aufmerksam machen – und so das Bewusstsein der Bevölkerung für den Klimaschutz schärfen. Gestern fand im Innsbrucker Haus der Begegnung die Auftaktveranstaltung statt.

Das Projekt, dem Erkenntnisse aus der Forschung zugrunde liegen, besteht aus drei Teilen: Aufbauend auf einer Studie werden in den kommenden drei Jahren Klimapädagogen („KlimaPäds“) ausgebildet. Das Angebot richtet sich u. a. an Wanderführer, Umwelt- und Erlebnispädagogen oder die Lehrerschaft. Zusätzlich werden so genannte „KlimaTope“, Orte, an denen der Klimawandel ersichtlich ist, festgelegt und in einer interaktiven Karte vermerkt. Mit Exkursionen und Themenwegen vor Ort soll den Klimapädagogen in Ausbildung, Schülern und Touristen der Klimawandel veranschaulicht werden. Ein exemplarischer Themenweg wird unter anderem bei der Berliner Hütte in den Zillertaler Alpen errichtet. In unmittelbarer Nähe sind die Spuren des Gletscherrückgangs erkennbar. Der dritte Teil des Projekts setzt dann auf die Vernetzung von Forschung, Bildung, Politik und weiteren Beteiligten.

Das Land Tirol fördert das mit insgesamt ca. 821.000 Euro dotierte Projekt mit 47.000 Euro. Die Interreg Österreich-Bayern trägt 75 Prozent, rund 616.000 Euro. Hinzu kommen Förderungen weiterer Projektpartner. So sind die Uni Innsbruck, Energiewende Oberland (Projektleitung), der Naturpark Karwendel, der Landkreis Garmisch-Partenkirchen oder die Umweltforschungsstation Schneefernerhaus beteiligt.

Bereits im Vorfeld sei das Interesse groß, freut sich Anton Heufelder, stellvertretender Geschäftsführer des Naturparks Karwendel. „Wir hoffen, das Netzwerk stetig weiter ausbauen zu können.“ Auch LHStv. Ingrid Felipe betont die Bedeutung: „Projekte wie ‚KlimaAlps‘ arbeiten die Herausforderungen rund um den Klimawandel wissenschaftlich fundiert auf, informieren die Menschen und geben ihnen die Möglichkeit, ihr eigenes Verhalten zugunsten unseres Klimas zu ändern.“ Details unter www.klimaalps.eu (TT)

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