Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 29.10.2019


Bezirk Kitzbühel

Kindergarten in Westendorf braucht dringend mehr Platz

Die Gemeinde Westendorf benötigt zusätzliche Räume für ihre Kleinsten. Zwei Varianten sind derzeit im Gespräch.

Der Kindergarten in Westendorf ist zu klein geworden, nun ist die Gemeinde auf der Suche nach Platz.

© Harald AngererDer Kindergarten in Westendorf ist zu klein geworden, nun ist die Gemeinde auf der Suche nach Platz.



Von Harald Angerer

Westendorf – Westendorf wächst – für die Gemeinde grundsätzlich eine gute Sache, doch damit sind auch Infrastrukturprobleme verbunden. Der Kindergarten der Brixentaler Gemeinde platzt aus allen Nähten und Alternativen werden dringend gesucht. Der aktuelle Kindergarten bietet vier Gruppen zu jeweils 20 Kindern Platz, mit einer Ausnahmegenehmigung des Landes sind auch mehr Kinder pro Gruppe möglich. Doch bereits 2017 war auch dieses Kontingent aufgebraucht und eine fünfte Gruppe musste angeboten werden. Doch die fand im Gebäude keinen Platz, deshalb gibt es seither einen Container. Als Übergangslösung, wie 2017 versichert wurde. Inzwischen ist es Ende 2019 und die Kinder verbringen ihre Zeit immer noch in dem Container. Eine Lösung ist nicht in Sicht.

Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung gab es aber nun einen Silberstreifen am Horizont. Das Thema wurde auf die Tagesordnung genommen. Es gibt nun zwei Varianten, wie der Kindergarten vergrößert werden könnte. Einmal am bestehenden Standort südlich der Volksschule oder als zweite Variante hinter der Hauptschule in Richtung Norden. „Hier brauchen wir aber eine geologische Untersuchung“, sagt Bürgermeisterin Annemarie Plieseis (WIR). Diese soll in Auftrag gegeben werden. Erst dann könnte an dieser Variante weiter gearbeitet werden.

Verwundert zeigte sich ihr Listen-Kollege Andreas Kurz. „Wann haben wir uns auf diese Variante festgelegt?“, wollte er wissen. Für ihn sei diese Lösung nicht zukunftsweisend. Jene vor der Volksschule sei für ihn zu bevorzugen. „Auch wenn sie etwas mehr kostet, dort haben wir mehr Möglichkeiten“, erklärt Kurz. Für Vizebürgermeister Walter Leitner-Hölzl (AAB) ist hingegen klar: „Dieser Platz ist ideal für den Kindergarten und es ist dafür ausreichend Platz.“ Die Kosten für diese Variante wird auf etwa 3,5 Millionen Euro geschätzt. Der Gemeinderat hat sich für das geologische Gutachten ausgesprochen, eine Festlegung auf den Standort sei das aber noch nicht. (aha)