Letztes Update am Mo, 28.10.2019 22:35

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Innsbruck

Feuerwehreinsatz in Innsbruck: Mann (24) wollte Kleidung ausräuchern

Räucherstäbchen lösten am Sonntag in Innsbruck einen spätabendlichen Feuerwehreinsatz aus. Verletzt wurde dabei niemand.

Symbolfoto.

© Robert PariggerSymbolfoto.



Innsbruck – Qualm aus der Steckdose, Schädlingsbekämpfung mit Räucherstäbchen und Grünzeug, das nach Marihuana ausschaut: Das waren am Samstagabend die Zutaten, die zu einem kuriosen Feuerwehreinsatz in der Innsbrucker Innenstadt führten.

Doch der Reihe nach: Gegen 22.40 Uhr meldete die Bewohnerin eines Mehrparteienhauses per Notruf, dass ihre Steckdose qualmt. Nicht nur die – auch aus dem Fenster einer benachbarten Wohnung drang Rauch, stellten wenig später die Männer der Berufsfeuerwehr fest. Damit war das Rätsel um die Herkunft des Qualms aus der Steckdose gelöst.

Vor dem Haus trafen die Feuerwehrmänner einen Mieter (24) der offenkundig brennenden Wohnung. Von ihm erfuhren sie, dass sich noch ein Mitbewohner in der Unterkunft befand. „Doch der hat nicht geöffnet“, erzählt der Einsatzleiter: „Also mussten wir über die Drehleiter und durch das Fenster in die Wohnung einsteigen.“ Sehr zur Überraschung des zweiten Mieters, der in einem Nebenzimmer in ein Computerspiel vertieft war. Vom Brand im anderen Raum „hat er nichts mitbekommen“, so der Einsatzleiter. Das Feuer war übrigens in einer Kommode ausgebrochen, in der der Mitbewohner des Computerspielers Räucherstäbchen abbrennen ließ. Um die kleinen Käfer zu vertreiben, die sich im Möbelstück und der dort gelagerten Kleidung eingenistet haben.

Beim Einsatz wurde auch ein Kraut entdeckt, das nach Marihuana aussah. Die Polizeibeamten haben die kleine Menge Grünzeug vorerst beschlagnahmt. (tom)

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