Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 08.11.2019


Bezirk Reutte

Hilfsaktion von Tiroler Bäuerinnen trägt Früchte

Waschen, schälen, entkernen, würfeln: Am Dienstag wurden an der HLW 100 Gläser Marmelade für den guten Zweck produziert.

© GradWaschen, schälen, entkernen, würfeln: Am Dienstag wurden an der HLW 100 Gläser Marmelade für den guten Zweck produziert.



Wenn Geld für das Notwendigste wie Strom, Miete oder Nahrung fehlt, springt seit über 50 Jahren die Organisation „Rettet das Kind Tirol" ein, um notleidende Kinder zu unterstützen. Auch zahlreichen bäuerlichen Familien konnte auf diese Art in den letzten Jahrzehnten eine finanzielle Zuwendung ermöglicht werden. Jetzt haben die Bezirksbäuerinnen in ganz Tirol den Spieß umgedreht. Sie stellen sich mit einer gemeinsamen Aktion in den Dienst der guten Sache.

Im ganzen Land wurden in den letzten Tagen die Kochlöffel geschwungen. Die Außerferner Bäuerinnen haben sich dafür das Know-how der HLW-Schüler zunutze gemacht. Schließlich galt es, 100 Gläser Marmelade herzustellen. Am Dienstagvormittag wurde die Schulküche der HLW zur Produktionsstraße für Fruchtaufstrich umfunktioniert. „Die 30 Schülerinnen und Schüler der Klassen 2WA und 2WB waren begeistert — einerseits, weil das nicht in ihrem Lehrplan vorkommt, und andererseits, weil sie damit anderen helfen können", weiß Andreas Grad, Wirtschaftsberater an der Bezirkslandwirtschaftskammer Reutte.

Da es sich um eine tirolweite Aktion handelt und sowohl die Gläser als auch die Etiketten einheitlich sind, musste in allen Bezirken mit den gleichen Zutaten nach einem identischen Rezept gekocht werden.

Die Zutaten wurden von den Bäuerinnen in den Bezirken zur Verfügung gestellt, die Produktionskosten der Etiketten und Druckwerke von der Landesorganisation übernommen. Müller Glas spendierte die Gläser, um den Vertrieb kümmert sich die Buchhandlung Tyrolia.

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Ab Samstag, 9. November, sind die Gläser mit je 200 Gramm Tiroler Bratapfel-Fruchtaufstrich in allen 15 Tyrolia-Filialen zum Preis von vier Euro erhältlich. Der gesamte Verkaufserlös, der anschließend durch den Landes-Sozialfonds der Bäuerinnen noch verdoppelt wird, geht an „Rettet das Kind".