Letztes Update am Sa, 09.11.2019 22:48

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Exklusiv

Hilfe in psychischen Krisen: Notrufdienst erneut verzögert

Bereits 2017 wurde das Pilotprojekt „Psychosozialer Krisendienst“ angekündigt. Nun musste die Finanzierung durch die Sozialversicherung geklärt werden.

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© Getty Images



Von Brigitte Warenski

Innsbruck – 105 Menschen haben in Tirol im vergangenen Jahr ihrem Leben ein Ende gesetzt. Damit ist die Zahl der Sui­zide seit 2015 (95) erneut gestiegen. Um Menschen in psychischen oder sui­zidalen Krisen im akuten Notfall zur Seite zu stehen, wurden in vielen Bundesländern bereits Krisentelefone eingerichtet. Das erste Mal wurde 2017 auch in Tirol über die Medien die Einrichtung eines Krisendienstes verkündet. 2018 sollte es in Nordtirol die Notrufnummer geben, der Termin wurde dann auf 2019 verschoben – und nun heißt es neuerlich: bitte warten. Zwar gibt es seit Mitte Oktober einen Regierungsbeschluss über das Pilotprojekt „Psychosozialer Krisendienst“, doch die Umsetzung wird dauern. „Bei den Vorarbeiten und der Konzept­erstellung hat sich gezeigt, dass die Lösung von Detailfragen komplex war und einige Zeit in Anspruch genommen hat. Die letzte Verzögerung war der Klärung der Mitfinanzierung durch die Sozialversicherung geschuldet“, sagt Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg. Er sieht aber nach dem erfolgten Beschluss der Tiroler Landesregierung „einer raschen Implementierung des niederschwelligen Beratungs- und Unterstützungsangebotes nichts mehr im Wege stehen“.

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