Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 20.11.2019


Osttirol

„Vordenken für Osttirol“: Potenziale für ein Leben am Land

„Vordenken für Osttirol“ will mit einer neuen Veranstaltungsreihe Ansätze für die Zukunft der Gemeinden präsentieren.

Die Potenziale für neues Leben und Arbeiten am Land will „Vordenken für Osttirol“ thematisieren.

© Wolfgang C. Retter LienzDie Potenziale für neues Leben und Arbeiten am Land will „Vordenken für Osttirol“ thematisieren.



Von Christoph Blassnig

Leisach – Osttirol ist ein potenzieller Arbeitsort für viele Menschen, die Wert auf Natur, Berge und Entschleunigung legen. „Ortsunabhängiges Arbeiten war noch nie so einfach umzusetzen wie heute“, sagt Michael Hohenwarter vom Regionsmanagement Osttirol (RMO). „Die technischen Voraussetzungen schaffen wir gerade.“ Im Rahmen des Prozesses „Vordenken“ kündigt das RMO eine Abendveranstaltung an. „Wir laden drei Fachleute zu jeweils einem kurzen Impulsreferat“, erläutert Hohenwarter. Dann sind alle Veranstaltungsteilnehmer eingeladen, sich an einem moderierten Dialog mit den Gästen zu beteiligen.

Veronika Müller ist Mitbegründerin des Vereines CoworkationALPS. „Was CoworkationALPS ausmacht, ist die Verbindung von Community (Gemeinschaft), Work (Arbeit) und Vacation (Urlaub) inmitten der spektakulären Kulisse unserer Alpen.“ Das Netzwerk hat mit dem Kesslerstadel in Matrei und dem Kollreiderhof in Anras bereits zwei Partnerbetriebe in Osttirol, weitere gibt es in Süd- und Nordtirol sowie in Bayern. Roland Gruber vom vielfach ausgezeichneten Architekturbüro nonconform, das mehrere Standorte in Österreich und Deutschland betreibt, wird unter anderem Möglichkeiten neuen Wohnens vorstellen. „Wir verstehen unsere Aufgabe vor allem darin, die nachhaltige Entwicklung und Revitalisierung von Gebäuden, öffentlichen Räumen und Infrastrukturen voranzutreiben – wir sind ein Büro für Architektur und partizipative Raumentwicklung“, beschreibt sich das Unternehmen selbst. Josef Mathis ist Bürgermeister der Gemeinde Zwischenwasser in Vorarlberg und Obmann der Plattform „Zukunftsorte“, zu denen auch Kals am Großglockner gehört. Nicht weniger als „das Beste aus den österreichischen Zukunftsorten“ wird Mathis in seinem Kurzreferat darstellen, etwa wie man das Potenzial der „Ausheimischen“ für die Heimatregion nutzen kann.

Der Abend „Zukunft Land – Ermutigende Impulse“ bildet den Auftakt zu einer Vordenken-Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Zukunft Land“ und beginnt am Mittwoch, 27. November, um 19 Uhr im Gemeindesaal Leisach.