Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 03.12.2019


Bezirk Landeck

„Ärzte für Ifakara“: Gala warf 13.000 Euro für Zammer Partner-Spital ab

Hilfsbereitschaft des Vereins „Ärzte für Ifakara“ ungebrochen: Landecker Schule bot zum 15. Mal Kulinarik-Abend zugunsten von Spital in Tansania.

Scheckübergabe beim Gala-Abend in der Landecker TFBS: Martina Bombardelli, Hans Georg Kreuzer, Lehrlinge sowie Günther Schwazer und Wilfried Schennach (v. l.) freuten sich über den Spendenerfolg.

© SchrottScheckübergabe beim Gala-Abend in der Landecker TFBS: Martina Bombardelli, Hans Georg Kreuzer, Lehrlinge sowie Günther Schwazer und Wilfried Schennach (v. l.) freuten sich über den Spendenerfolg.



Landeck, Zams, Ifakara – „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist das Motto des Vereins „Ärzte für Ifakara“ mit Sitz in Zams, der das St. Francis Hospital in Ifakara (im Südosten von Tansania/Ostafrika) unterstützt. Die Partnerschaft geht auf das Jahr 1955 zurück, als sich der Zammer Arzt Karl Schöpf beim Aufbau des Hospitals engagierte.

Die Landecker Fachberufsschule für Tourismus und Handel ist seit 15 Jahren mit im Boot, wenn es darum geht, den kulinarischen Benefizabend zugunsten der Ifakara-Ärzte bzw. des Partner-Spitals zu organisieren.

„Für viele unserer Gäste ist der Gala-Abend im Zeichen von Ifakara zum Fixpunkt im vorweihnachtlichen Kalender geworden“, sagte Vereinskassier Hans Georg Kreuzer kürzlich bei der jüngsten Benefizveranstaltung. 150 Anmeldungen trafen ein, das bedeutete Gästerekord. „Einige mussten wir auf nächstes Jahr vertrösten“, schilderte TFBS-Direktor Günther Schwazer.

Abermals bereitete ein Team aus Berufsschülern im ersten und zweiten Lehrjahr ein hervorragendes Acht-Gänge-Menü aus regionalen Produkten zu. Wobei sich die Lieferanten als Sponsoren ausgezeichnet hatten.

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Nach dem Dessert durfte Wilfried Schennach – in Vertretung für seine Gattin und Vereinsobfrau Christine Schennach – den Erlös des Abends in Höhe von 13.000 Euro entgegennehmen. „In Tansania schenkt man Hennen, um Danke zu sagen. Aber ich bleibe bei einem großen verbalen Danke“, schmunzelte er. „Mama Usafi“, Mutter der Reinlichkeit, wie die engagierte Obfrau von den Tansaniern genannt wird, befand sich zeitgleich auf Rückreise aus Tansania.

Der Erlös der Benefizgala wird – wie in den vergangenen Jahren – zur Ausbildung eines Facharztes für Innere Medizin verwendet. Darüber hinaus setzt sich der Verein dafür ein, dass die medizinisch-technischen Geräte im St. Francis Hospital auf neuestem Stand sind. Zwar würden andere Hilfsorganisationen ebenfalls Geräte zur Verfügung stellen, die Wartung sei dann aber oft kein Thema mehr.

Spendengelder fließen auch in die medizinische Behandlung von bedürftigen Einheimischen, die sich sonst keinen Arzt leisten könnten. Kassier Kreuzer verriet das „Traumprojekt“ des Vereins: „Wir möchten irgendwann das gesamte Spital mit Solarstrom versorgen können. Bis jetzt wird damit nur die Pathologie versorgt.“ Derzeit sei das Vorhaben „völlig unfinanzierbar“, schilderte Kreuzer.

Das Ifakara-Hospital hat in etwa die Dimension des Zammer Krankenhauses, ist aber Anlaufstelle für 600.000 Menschen. Zams versorgt rund 100.000 Menschen. (sni)




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