Letztes Update am Do, 13.10.2011 14:11

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Gesellschaft

Iran räumt gescheiterten Raketenstart mit Affen an Bord ein

Vor mehr als einem Monat soll bereits der missglückte Start stattgefunden haben. Die Aktion sollte der Vorbereitung auf die bemannte Raumfahrt sein.

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Teheran – Der Iran hat nach eigenen Angaben vergeblich versucht, einen lebendigen Affen ins All zu schicken. Die Kawoschgar-5-Rakete mit dem Tier an Bord sei im iranischen Monat Schariwar (23. August bis 22. September) gestartet, sagte Vize-Wissenschaftsminister Mohammed Mehdinedschad-Nuri am Mittwoch der Nachrichtenagentur Isna.

Da das Ziel des Flugs nicht erreicht worden sei, sei dieser auch nicht öffentlich gemacht worden. Anfang Oktober hatte der Iran die Pläne ohne Angaben von Gründen auf unbestimmte Zeit verschoben. Mit der Aktion verfolgt der Iran das Ziel, eines Tages einen bemannten Raumflug zu organisieren.

Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte das Projekt im Februar vorgestellt. Der Chef der iranischen Raumfahrtbehörde, Hamid Faseli, hatte damals erklärt, es handle sich um den ersten Schritt auf dem Weg zur bemannten Raumfahrt. Die Kapsel mit dem Affen soll eine Höhe von 120 Kilometern erreichen und einen 20-minütigen suborbitalen Flug absolvieren. Nach Angaben der USA scheiterte in der Vergangenheit bereits ein Versuch des Iran, eine Kawoschgar-1-Rakete ins All zu schicken, was das Land aber nie zugegeben habe. Dagegen platzierte der Iran bereits erfolgreich kleinere Satelliten im All.

Der Westen sieht das Raumfahrtprogramm des Iran kritisch und verdächtigt das Land, Raketengeschosse zu entwickeln, die Langstrecken-Nuklearsprengköpfe transportieren können. Der Iran weist die Vorwürfe zurück. (APA/AFP)

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