Letztes Update am Mi, 29.02.2012 22:32

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Gesellschaft

Verheerende Tornado-Serie in den USA: Bereits neun Tote

Die meisten Todesopfer gab es im Raum Harrisburg in Illinois. Allein hier seien auch mehr als 100 Menschen verletzt worden.



Washington - Der tosende Sturm überraschte die Menschen im Schlaf. Eine Tornadoserie hat den Mittleren Westen der USA erschüttert. Mindestens neun Menschen starben in vier US-Bundesstaaten, hunderte weitere Opfer wurden nach Behördenangaben verletzt. „Es bricht mir das Herz“, erklärte der sichtlich erschütterte Bürgermeister der Stadt Harrisburg, Eric Gregg, wo sechs Menschen starben. Der Gouverneur von Missouri, Jay Nixon, berichtete von mindestens drei Toten in seinem Bundesstaat.

Medienberichten zufolge wurden noch Stunden nach den Stürmen zahlreiche Menschen vermisst. Wie der Wetterdienst mitteilte, gab es in den Bundesstaaten Nebraska, Kansas, Missouri, Illinois und Kentucky seit Dienstag insgesamt 18 Tornado-Warnungen.

Rettungstrupps durchsuchten die Trümmerschneisen, die die Wirbelstürme hinterlassen haben. Mit kleinen Baggern durchpflügten sie Schuttberge von eingestürzten Wohnhäusern und Einkaufszentren. In Harrisburg (US-Bundesstaat Illinois) riss ein Tornado die komplette Außenwand eines Krankenhauses weg.

„Es hörte sich an wie eine Explosion, als die Fenster und die Wand plötzlich weggerissen wurden,“ schilderte eine Krankenschwester, Jane Harper, im Fernsehsender CNN das Unglück. „Der Alarm ging los, das Licht ging aus, die elektrischen Türen schlossen - Für einen Moment herrschte absolutes Chaos.“

In Harrisburg haben sich ganze Wohngebiete komplett in Trümmerhalden verwandelt. Dem lokalen Sender KFVS zufolge wurden mindestens 300 Häuser beschädigt oder ganz zerstört, eine Ladenzeile in der Region sei dem Erdboden gleichgemacht worden.

Augenzeugen berichteten von Matratzen, die in Bäumen hingen, zahlreiche Gebäude hätten keine Fenster und Türen mehr. In Kansas wurde nach weiteren Berichten der Ort Harveyville nahe Topeka zu 40 Prozent verwüstet. Millionenschäden richteten die Stürme auch in Kentucky an. Am Abend nahmen die Stürme Kurs auf West Virginia und Tennessee. (APA/dpa)




Kommentieren