Letztes Update am Do, 19.12.2013 13:08

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Umfrage

Österreicher mehrheitlich für Rauchverbot in Lokalen

67,4 Prozent der Befragten waren dabei für ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie, 20,4 Prozent würden dies sogar „vehement“ begrüßen.

(Symbolfoto)

© TT/Thomas Böhm(Symbolfoto)



Wien – Während die Regierung weiterhin an der umstrittenen Trennung von Raucher- und Nichtraucherbereich in der Gastronomie festhält, hat sich in einer Oekonsult-Umfrage die Mehrheit der Österreicher für vollkommen qualmfreie Lokale ausgesprochen. 67,4 Prozent der Befragten waren dabei für ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie, 20,4 Prozent würden dies sogar „vehement“ begrüßen.

Bei der Umfrage wurde die Meinung von über 1.000 Personen im Alter von 15 bis 81 Jahren eingeholt. 88,7 Prozent gaben dabei an, dass sie der Debatte in den Medien folgen, nur 2,1 Prozent ließ das Raucherthema vollkommen kalt. Die derzeitige Lösung, die von Lokalbetreibern hohe Investitionen bei unsicherer Rechtslage verlangt, fanden eindeutige 90,1 bedenklich. Allerdings glaubten auch 85,9 Prozent nicht daran, dass es tatsächlich zu einem eindeutigen Verbot kommen wird, da der Staat wohl nicht auf die Steuereinnahmen verzichten wird.

Die Rauch-Befürworter waren bei der Umfrage deutlich in der Minderheit. Gleich 76,1 Prozent sprachen sich dagegen aus, dass Raucher überall ihrem Laster frönen können sollen. 60,7 waren mehr oder weniger deutlich für ein generelles Qualmverbot an öffentlichen Orten. 83,8 fanden überhaupt, dass die Zeiten, da eine Zigarette ein cooles Lifestyle-Accessoire war, endgültig vorbei sind.

Der Frage „Manche sagen, Nicht-Rauchen bzw. Rauchen sei Teil der individuellen persönlichen Freiheit, das geht niemand etwas an“ stimmten nur 11,2 Prozent zu. Beim Ruf nach einer Volksbefragung zum Rauchgesetz zeigten sich die Österreich gespalten: 45,9 waren dafür, 52,9 Prozent dagegen. Von der EU, die ja deutlich schärfere Tabakbestimmungen durchsetzen will, wollten sich allerdings 65,2 Prozent keine Vorschriften machen lassen, sondern sahen die Nationalstaaten in der Pflicht. (APA)

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.