Letztes Update am Sa, 12.04.2014 08:29

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Gesellschaft

Osttiroler wird Chef der Jesuiten



Innsbruck, Lienz – Mit dem Familiennamen Bürgler verbanden Tiroler Katholiken bis dato den Generalvikar der Diözese Innsbruck, Jakob Bürgler. Mit 31. Juli dieses Jahres steigt auch dessen älterer Bruder Bernhard in eine kirchliche Leitungsfunktion auf. Der Jesuit wurde vom Generaloberen Pater Adolfo Nicolas zum Provinzial der Societas Jesu (SJ), wie die Jesuiten auch bezeichnet werden, ernannt.

Pater Bernhard Bürgler SJ wurde am 20. Jänner 1960 in Lienz geboren und maturiert­e 1978 am Bundesgymnasium in Lienz. Bernhard Bürgler hat neben Jakob (1967) auch noch eine Schwester, Maria (1969), die lange Leiterin des Bildungshauses Osttirol war. Nach dem Studium der selbstständigen Religionspädagogik an der Universität Innsbruck unterrichtete Bernhard Bürgler Religion an der HBLA in Rankweil. 1991 trat er in den Jesuitenorden ein. Nach dem Noviziat promovierte er in Innsbruck zum Doktor der Theologie und absolvierte die Ausbildung zum Psychoanalytiker. 1997 wurde er zum Priester geweiht. Von 1997 bis 2003 war er Spiritual im internationalen Priesterseminar Collegium Canisianum in Innsbruck und arbeitete als Psychotherapeut in freier Praxis.

2003/2004 schloss er sein­e ordensinterne Ausbildung mit dem Terziat ab, das ihn nach Indien, Australien und Kambodscha führte. Von 2004 bis 2008 war er Leiter des Exerzitienhauses „Haus Gries“ in Deutschland, danach Leiter des Bereichs „Spiritualität und Exerzitien“ im Kardinal König Haus in Wien sowie ab 2010 Superior der dortigen Jesuitenkommunität. Mit seiner Ernennung zum Provinzial wird Bernhard Bürgler Chef von knapp 90 Jesuiten in Öster­reich.

Zu ihren Aufgaben zählen die Exerzitien- und Bildungsarbeit (Kardinal König Haus/Wien), die Arbeit an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck und in der Priesterbildung im Collegium Canisianum sowie verschiedene pastorale und soziale Tätigkeiten in Wien, Linz, Steyr und Graz. Darüber hinaus arbeiten öster­reichische Jesuiten in Rom, Deutschland, Rumänien und auf Taiwan. (TT, cm)




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