Letztes Update am Mi, 14.05.2014 06:54

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Gesellschaft

Chancen auf Lärmschutz sind drastisch gesunken

100.000 Euro fehlen für einen Lärmschutz bei den Schrebergärten. Rattenberg hat eine Petition dafür aber nicht einmal behandelt.



Von Michael Mader

Rattenberg, Radfeld – Mehr als enttäuscht ist derzeit Verena Siorpaes: Eine von ihrem Mitstreiter eingebrachte Petition für einen Lärmschutz entlang der Rattenberger Schrebergärten auf Radfelder Gemeindegebiet hat es nicht einmal in den Gemeinderat geschafft.

Das bestätigt auch Rattenbergs Vizebürgermeister Martin Götz, der derzeit aufgrund des Krankenstandes von Bürgermeister Franz Wurzenrainer die Amtsgeschäfte führt: „Ich weiß nicht, was wir da behandeln hätten sollen. Es ist definitiv kein Geld da und ich weiß nicht, wie wir das finanzieren hätten sollen. Wir haben das im Gemeindevorstand besprochen und entschieden, dass es keinen Sinn macht, es auf die Tagesordnung zu setzen.“

Schon seit Jahren kämpft Siorpaes gemeinsam mit anderen der 70 Schrebergartenpächter für mehr Sicherheit und seit einer groß angelegten Abholzaktion entlang der nahen Bundesstraße auch um einen Lärmschutz für die kleine grüne Freizeitoase.

Bei einem TT-Forum im März des Vorjahres wurde schließlich ein Gespräch mit Landeshauptmann Günther Platter vereinbart, der für die Schrebergartler schließlich auch eine finanzielle Zuwendung für den Bau einer Lärmschutzwand von 100.000 Euro zusagte. Die geschätzten Kosten belaufen sich allerdings auf rund 200.000 Euro.

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„Was mich ärgert, ist, dass die ganze Arbeit umsonst war und man auf das Geld von Platter verzichtet“, ärgert sich die Radfelderin, die sogar mit der Unterstützung ihres Bürgermeisters, Josef Auer, rechnen konnte. Der stellte aber klar, dass der Großteil des Geldes aus Rattenberg kommen müsse und er erst dann den Gemeinderat damit befassen könne.

„Wir haben nach wie vor den Lärm, die Abgase und keinen Sicherheitsschutz. Der Einsatz der Gemeinde für den kürzlich abgehaltenen Autotag war da schon wesentlich größer“, ätzt Siorpaes.