Letztes Update am Di, 24.06.2014 12:40

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Umfrage

Österreicher wollen mit 60 in Pension gehen

Ein Drittel will allerdings laut einer Umfrage der Plattform „seniors4success“ auch in der Pension arbeiten, bezahlt oder unbezahlt.



Wien – Auf 60,1 Jahre will die Regierung bis 2018 das faktische Pensionsantrittsalter steigern. Das sollte nicht auf großen Widerstand stoßen. Denn um die 60 werden als das ideale Alter für die Pensionierung angesehen, ergab eine am Dienstag präsentierte Umfrage der Plattform „seniors4success“. Ein Drittel will allerdings auch in der Pension arbeiten, bezahlt oder unbezahlt.

Nicht alle freuen sich über das Ende der Berufstätigkeit: Bei der Hälfte der Befragten überwog die Vorfreude, aber fast ein Fünftel hatte auch Angst vor der Pensionierung. Von den schon Pensionierten ging es einem Fünftel schlechter als erwartet, 26 Prozent fühlten sich weniger gebraucht als vorher.

So arbeitet ein Drittel auch in der Pension, und zwar meist (zu drei Viertel) „weil es mir Spaß macht“ und wegen der sozialen Kontakte (die Hälfte). Auch 33 Prozent der noch Berufstätigen gaben an, dass sie sich eine Beschäftigung im „Ruhestand“ vorstellen können. Die Zuverdienstgrenze von 395,31 Euro ist dabei allerdings ein Problem. Fast 60 Prozent wünschten sich Änderungen: 38 Prozent einen unbegrenzten Zuverdienst, 20 Prozent eine Erhöhung.

Ein wenig widersprüchlich ist die Haltung zur Anhebung des Pensionsalters: Zwar werden im Mittel 60 Jahre als richtiger Zeitpunkt für den Abschied aus dem Berufsleben erachtet. Aber Maßnahmen zur Anhebung des faktischen Pensionsalters befürworten nur 40 Prozent. Änderungen beim gesetzlichen Pensionsalter werden nach wie vor nur von wenigen - 18 Prozent - gewünscht, wobei aber 34 Prozent für eine Anhebung des (niedrigeren) Frauenpensionsalters sind.

Über ihre Haltung zur Pension befragt wurden von Marketagent.com über das Internet 1.954 web-aktive Personen zwischen 18 und 70 Jahren. Auftraggeber war die Plattform Seniors4success. Diese hat Leopold Stieger - ein „Pionier der Personalentwicklung“ - gegründet, um Menschen beim Übergang vom regulären Berufsleben in die nächste Lebensphase zu begleiten, mit dem Ziel, dass sie weiterhin aktiv bleiben und „sich fordern“. (APA)




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