Letztes Update am Sa, 01.11.2014 17:17

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Leben nach dem Tod

Weil das Ende auch ein Anfang sein kann

Auferstehung, Transformation oder vielleicht Wiedergeburt? Das Leben nach dem Tod beschäftigt seit Urzeiten die Menschen und ihre Religionen.

Gerade an Allerheiligen und Allerseelen rücken Gedanken an den Tod in den Vordergrund.

© Andreas Rottensteiner / TTGerade an Allerheiligen und Allerseelen rücken Gedanken an den Tod in den Vordergrund.



Von Katharina Zierl und Peter Nindler

Innsbruck – Es ist ein Thema, das viele verdrängen. Und doch eines, das jeden betrifft. Der Tod ist fixer Bestandteil des Lebens. Gerade zu Allerheiligen und Allerseelen rückt die Vergänglichkeit des Lebens ins Zentrum des Bewusstseins. Beim Gebet am Grab geliebter, verstorbener Menschen drängt sich die Frage, was nach dem Tod passiert, geradezu auf. Gibt es ein Leben danach oder bedeutet der Tod das Ende jeglicher Daseinsform? Rund 40 Prozent der Österreicher glauben laut einer Umfrage des Linzer Market-Ins­titus aus dem Jahr 2012 an ein Leben nach dem Tod, immerhin 23 Prozent, dass es eine Seelenwanderung gibt und man wiedergeboren wird. Der katholische Innsbrucker Klinikseelsorger Andreas Krzyzan spricht das aus, was sich Katholiken erhoffen: Auferstehung und Wiedersehen mit geliebten Menschen. Mit den Evangelischen verbindet die Katholiken der „Übergang in die Geborgenheit Gottes“, wie es Superintendent Oliver Dantine sagt.

Einen anderen Zugang zum Tod haben die Buddhisten, erklärt Hugo Klingler von der österreichischen buddhistischen Religionsgemeinschaft: „Der Tod ist ein Übergang von einem zum anderen Zustand der Endlichkeit.“

Von einer Transformation spricht der Innsbrucker Professor für islamische Religionspädagogik, Zekirija Sejdini: „Nach dem islamischen Glauben lebt die Seele des Menschen nach dem Tod weiter.“ Die Zeugen Jehovas glauben daran, dass tote Menschen ohne jedes Bewusstsein sind, sagt Wolfram Slupina und ergänzt: „Gott kann Menschen aus dem Tod aufwecken und ihnen wieder das Leben schenken.“

Nicht nur die Seele, sondern der Körper wird auferstehen, beschreibt die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde Esther Fritsch den Umgang des Judentums mit dem Tod.

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