Letztes Update am Mo, 12.09.2016 15:35

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Riesenmure bei Grins

Feuerwehr, Freiwillige und Soldaten packen in Grins an

Die Riesenmure und die Folgen: Am Montag wurden im Bezirk Landeck die Aufräumarbeiten fortgesetzt, auch Bundesheersoldaten trafen ein.

Am Montag trafen auch 50 Soldaten vom Bau-Pionierzug des Bundesheeres mit Schubkarren, Pickeln und Schaufeln in der "Muren-Zone" ein.

© WenzelAm Montag trafen auch 50 Soldaten vom Bau-Pionierzug des Bundesheeres mit Schubkarren, Pickeln und Schaufeln in der "Muren-Zone" ein.



Landeck - Nach dem schweren Unwetter und der Riesenmure am Samstagabend bei Grins sind seit Montagmittag auch rund 50 Bundesheersoldaten im Einsatz. Auch rund 80 Feuerwehrleute und zahlreiche weitere freiwillige Helfer aus der Umgebung beteiligen sich weiter an den Aufräumarbeiten. Unterstützt wurden sie von drei Radladern und drei schweren Baggern. Aus Sicherheitsgründen blieb die Sperre der Tiroler Straße (B171) in diesem Bereich vorerst aufrecht. Eine Umleitung wurde über die Arlberg Schnellstraße (S16) eingeleitet.

Vordringlichste Aufgabe sei die Rückführung der Sanna, deren Flussbett durch die Mure verschüttet worden war, hieß es am Montag von der Bezirkseinsatzleitung. Ersten Schätzungen zufolge soll der Schaden rund fünf Millionen Euro betragen. Mehrere tausend Kubikmeter Geröll hatten sich in Bewegung gesetzt. Durch das aufgestaute Gewässer wurden Häuser und ein Gewerbegebiet überflutet. Vorübergehend wurde Zivilschutzalarm ausgelöst und 73 Personen evakuiert. Sie konnten aber Sonntagmorgen wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren.

Unter Einbindung der Landesabteilung Wasserwirtschaft soll ein Schutzwall zum Gewerbegebiet errichtet werden. Zudem sei eine Ufersicherung mit großen Steinen vorgesehen, hieß es. (TT.com)

Unterhalb der Arlbergschnellstraße bei Grins war nur noch ein riesiger Murenkegel samt zerstörten Lkw zu sehen.
Unterhalb der Arlbergschnellstraße bei Grins war nur noch ein riesiger Murenkegel samt zerstörten Lkw zu sehen.
- Matthias Reichle