Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 21.09.2017


Bezirk Landeck

Eine größere Übung hat der Bezirk Landeck bisher nicht gesehen

550 Feuerwehrmänner aus dem Bezirk sowie ein Großaufgebot an Luftfahrzeugen proben am 7. Oktober zwischen Zams und Pfunds.

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Von Toni Zangerl

Landeck, Zams, Pfunds – Die Operation heißt Bachstelz­e. Unter diesem Namen ist am Samstag, 7. Oktober, zwischen Zams und Pfunds die bisher größte Übung der Feuerwehren im Bezirk Landeck geplant. Der Schwerpunkt des Geschehens wird sich in der Übungszone Obergricht abspielen.

Zudem ist der Übungstag außergewöhnlich lang – von 6.30 Uhr bis 18 Uhr. In Summe sollen 550 Feuerwehrmänner bei 33 vorbereiteten Szenarie­n ihr Wissen und Können unter Beweis stellen. Unterstützung kommt dabei aus der Luft: Fünf Hubschrauber – darunter der Super Puma AS 332, derzeit der größte Lastenhubschrauber Österreichs – sowie zwei Löschflugzeuge des Bundesheeres werden die Einsatzkräfte unterstützen.

Diese aufwändig vorbereitete Premiere soll als so genannte freie Übung stattfinden. Inhalte bzw. Aufgaben werden erst bei Alarmierung bekannt gegeben, wobei das Ziel klar definiert ist. „Das Zusammenspiel der Einsatzleitungen von Feuerwehr, Behörden und Gemeinden soll ebenso geübt werden wie die organisationsüberschreitende Koordination“, schildert Bezirksfeuerwehrkommandant Hermann Wolf. Er hat die außergewöhnliche Herausforderung mit seinem Planungsteam seit April 2016 minutiös ausgetüftelt. Mit im Boot sind langjährig erfahrene Feuerwehrmänner wie Rainer Nardin, Thomas Greuter und Christian Mayer.

Die vier Strategen und Planer der Großübung „Bachstelze“: Rainer Nardin, Hermann Wolf, Thomas Greuter und Christian Mayer (v. l.).
- Zangerl

Übungsannahme ist ein Trockengewitter mit extremen Sturmböen in der Region Obergricht, am schwersten betroffen sind die Orte Ried, Prutz und Fendels. Dort warten 33 Übungsszenarien auf die Akteure.

Weil an diesem Tag auch der österreichweite Zivilschutz-alarm durchgeführt wird und verstärkter Reiseverkehr (Tag der Deutschen Einheit) zu erwarten ist, appelliert Kommandant Wolf „zu größter Vorsicht für Aktive und Zuseher“. Straßensperren werde es nur kurzfristig geben. „Bei den Landeplätzen ersuchen wir die Zuschauer, die Anweisungen des Bodenpersonals genau zu beachten.“

Für alle Flugbewegungen mussten Lande- und Überfluggenehmigungen eingeholt werden. „Wir haben rund 200 Grundbesitzer im In- und Ausland bezüglich Genehmigungen kontaktiert“, sagte Flugadministrator Christian Mayer. Ausweichtermin wäre übrigens der 14. Oktober.


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