Letztes Update am Fr, 03.11.2017 13:10

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kanton Graubünden

Schweizer Bergsturz: Berdorf Bondo wieder bewohnt

Die Bauarbeiten zum Schutz der Häuser sind so gut wie abgeschlossen. Bei dem verheerenden Bergsturz kamen am 23. August acht Bergsteiger ums Leben – ihre Leichen werden immer noch vermisst.

© KEYSTONEBei einem der grössten Bergstürze in der Schweiz seit über 130 Jahren waren am 23. August und danach drei bis vier Millionen Kubikmeter Fels vom Grenzberg Piz Cengalo abgebrochen.



Bern – Das Südbündner Dorf Bondo im Bergell kann zweieinhalb Monate nach dem verheerenden Bergsturz fast wieder vollständig bewohnt werden. Die Talgemeinde Bregaglia hob die rote Evakuierungszone im Bergsturzgebiet auf.

46 Bewohner können am Samstag in die Häuser zurückkehren. 142 von ursprünglich 147 evakuierten Bewohnern von Bondo sowie der Weiler Spino und Sottoponte könnten wieder in ihrem Zuhause leben, teilte die Gemeinde am Freitag mit.

1,5 Mio. Kubikmeter Gestein noch instabil

Aufgehoben werden konnten die Evakuierungen, nachdem die Arbeiten im Material-Rückhaltebecken zum Schutz der Gebäude so gut wie abgeschlossen wurden, wie die Gemeinde schrieb. Neue Muren würden vom Becken aufgehalten. Zudem wurden Bauten, die vor Murgängen schützen, verstärkt.

Bei einem der grössten Bergstürze in der Schweiz seit über 130 Jahren waren am 23. August und danach drei bis vier Millionen Kubikmeter Fels vom Grenzberg Piz Cengalo abgebrochen. Muren wälzten sich durch das Seitental Val Bondasca bis ins Haupttal Bergell, wo Häuser beschädigt wurden. Acht Personen, darunter ein Ehepaar aus der Steiermark, werden seit dem Bergsturz vermisst.

1,5 Millionen Kubikmeter Gestein am Piz Cengalo sind noch instabil. Akut absturzgefährdet ist zwar kein größeres Volumen, aber die Wahrscheinlichkeit ist laut Experten erheblich, dass sich irgendwann erneut ein größerer Bergsturz ereignet. (APA/sda)


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