Letztes Update am Mi, 22.08.2018 20:24

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


USA

Hurrikan „Lane“: Hawaii rüstet sich für den Notfall

Der Gouverneur des US-Bundesstaates unterzeichnete vorsorglich eine Notstandserklärung. Auf Big Island und Maui bleiben Schulen vorerst geschlossen.

Die Urlaubsinsel muss sich auf einen Wirbelsturm einstellen.

© Hawaii TourismDie Urlaubsinsel muss sich auf einen Wirbelsturm einstellen.



Honolulu – Hawaii bereitet sich wegen eines aufziehenden Wirbelsturms auf einen Notfall vor. Die Behörden gaben eine Hurrikan-Warnung für Hawaiis größte Insel Big Island sowie die Inseln Maui, Lanai, Molokai und Kahoolawe heraus.

Das Zentrum von Hurrikan „Lane“ könnte sich zwischen Donnerstag und Samstag über die Hauptinseln hinwegbewegen oder sehr nahe an ihnen vorbei ziehen, teilte das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami mit. Die Experten stuften den Sturm zwar Mittwochfrüh (Ortszeit) auf einen Hurrikan der Kategorie vier von fünf herunter, warnten aber trotzdem vor gefährlichen Bedingungen. Der Prognose zufolge könnte sich der Sturm in den nächsten zwei Tagen weiter abschwächen.

Menschen machen sich auf „erhebliche Auswirkungen“ gefasst

Der Gouverneur des US-Bundesstaates, David Ige, hatte bereits am Dienstag vorsorglich eine Notstandserklärung unterzeichnet, um im Ernstfall Ressourcen mobilisieren zu können. Einwohner und Besucher der Inselgruppe im Zentralpazifik sollten sich auf „erhebliche Auswirkungen“ gefasst machen, teilte Ige über Soziale Medien mit. Präsident Donald Trump rief die Menschen auf den möglicherweise betroffenen Inseln dazu auf, sich vorzubereiten und den Anweisungen der Behörden zu folgen.

Auf der größten Insel sowie deren Nachbarinsel Maui bleiben alle öffentlichen Schulen bis auf weiteres geschlossen. Alle nicht unbedingt benötigten staatlichen Angestellten wurden dort zunächst beurlaubt.

2017 galt als schlimmstes Hurrikan-Jahr seit 2005. Von insgesamt 17 Stürmen waren zehn Hurrikane - sechs davon hatten eine Stärke der höheren Kategorien drei bis fünf. Hurrikan „Maria“ zerstörte fast gänzlich das Stromnetz des US-Außengebiets Puerto Rico. Hurrikan „Harvey“ traf im US-Staat Texas auf Land.

Hurrikan „Irma“, einer der stärksten jemals in der Region registrierten Stürme, zog seine zerstörerische Bahn zunächst durch die Karibik. Barbuda, Anguilla, St. Martin und Kuba traf es besonders hart. Hunderte Menschen kamen bei den drei Hurrikanen ums Leben. Es gab Schäden in Milliardenhöhe. (APA/dpa)




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