Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 04.11.2018


Landeck

Einsatzleiter drücken Schulbank für Katastrophenfall

Landeck ist laut BH Markus Maaß der „Muren- und Lawinenbezirk“. 64 Einsatzleiter machen Lehrgang für Katastrophenmanagement.

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© Land Tirol/ZivKat



Landeck – Maaß ist im Katastrophenfall der „Bezirkseinsatzleiter von Amts wegen“. Heuer etwa bei den Muren in Pettneu, beim Felsabbruch auf die L76 bei Landeck sowie beim Hangrutsch auf die Lader und Serfauser Landesstraße mit mehrwöchigen Straßensperren.

Die ersten Ansprechpartner im Krisenfall sind freilich die Bürgermeister und Gemeindevorstände vor Ort. „Sie müssen wissen, was zu tun ist, wenn die Mure abgeht, ein Felssturz die Straße verlegt oder ein Fluss über die Ufer tritt“, erläuterte kürzlich Bettina Wengler von der Abteilung Zivil- und Katastrophenschutz beim Land. „Wer ist der diensthabende Landesgeologe, wer ist zuständig bei der Wildbach- und Lawinenverbauung sowie bei der Straßenmeisterei?“ – Fragen wie diese müssten unverzüglich abgeklärt werden.

Vor diesem Hintergrund bot das Land eine Schulung zum Thema Katastrophenmanagement für Gemeindeeinsatzleiter im Bezirk Landeck an.

Beim mittlerweile dritten Modul lag der Schwerpunkt in der Kommunikation und Technik. 64 Teilnehmer aus allen 30 Gemeinden des Bezirkes drückten die Schulbank.

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LHStv. Josef Geisler, zuständig für Zivil- und Katastrophenschutz, stellte fest: „Die beste Digitaltechnik und die beste Datenbank nützen nichts, wenn man damit nicht umgehen kann.“ Geisler bedankte sich „für das große Interesse am Katastrophenmanagement“ und versicherte, das Land werde sicherheitsrelevante Leistungen stets weiterentwickeln. (TT, hwe)