Letztes Update am Sa, 01.12.2018 14:39

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Alaska

Schweres Erdbeben in Alaska beschädigte Häuser und Straßen

Nach ersten Informationen gab es durch das Erdbeben keine Schwerverletzten oder gar Tote. Die Schäden an Häusern und Brücken sind jedoch groß.

Symbolfoto.

© dpa/Maurizio GambariniSymbolfoto.



Anchorage – Ein Erdbeben der Stärke 7,0 hat den Süden von Alaska erschüttert und Schäden an Gebäuden und Straßen hinterlassen. Das Zentrum des Bebens lag nicht weit von Anchorage entfernt, der größten Stadt des US-Bundesstaats, in der knapp 300.000 Menschen leben. Die Polizei dort ging nach ersten Informationen aber nicht von Toten oder Schwerverletzten aus.

Es gebe Schäden an Straßen und Brücken, sagte Polizeichef Justin Doll bei einer Pressekonferenz. Auch viele Häuser wurden nach Angaben der Behörden beschädigt.

Auswirkungen noch 600 Kilometer entfernt spürbar

Das Beben ereignete sich am Freitag um 8.29 Uhr Ortszeit, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Das Zentrum des Bebens lag nach den jüngsten Angaben der Experten rund 13 Kilometer nördlich von Anchorage nahe einer Militärbasis. Es ereignete sich demnach in 40 Kilometern Tiefe. Leichte Auswirkungen waren sogar noch in 600 Kilometern Entfernung zu spüren.

Die Behörden registrierten auch Dutzende Nachbeben, wie CNN berichtete. Eine vorsorglich erlassene Tsunami-Warnung für einige Teile der Südküste wurde später wieder aufgehoben. In den kommenden Tagen würden weitere Nachbeben erwartet.

Viele Menschen rannten nach dem Beben ins Freie. Eine Reporterin veröffentlichte auf Twitter Aufnahmen, die aus einem Gerichtsgebäude in Anchorage stammen sollen. Darauf ist zu sehen, wie das Haus heftig wackelt und zwei Frauen Zuflucht unter Tischen suchen. Andere Bilder zeigten zerborstene Fensterscheiben, umgestürzte Möbel und Chaos in einem Supermarkt. Ein Stück einer Straße, die zum Flughafen von Anchorage führt, sackte ein.

Bis 10.000 Menschen ohne Strom

Es gab Berichte über Stromausfälle. Bis zu 10.000 Menschen waren zunächst davon betroffen, berichtete CNN. Eine vorsorglich abgeschaltete Öl-Pipeline sei später wieder in Betrieb genommen worden.

Die Behörden konnten zunächst keine genauen Angaben über die Höhe der Schäden machen. Mit Hubschraubern und Drohnen sollten die Infrastrukturschäden in der betroffenen Region bewertet werden. Schulen sollen erst am Mittwoch wieder öffnen.

Der Gouverneur des Bundesstaates, Bill Walker, ließ den Katastrophenfall ausrufen, um schneller Hilfe organisieren zu können. US-Präsident Donald Trump wurde beim G20-Gipfel in Argentinien über die Lage in Alaska unterrichtet und sagte Hilfe der Regierung zu. (APA/dpa)




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