Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 13.01.2019


Katastrophen

Vorsorgen für den Ernstfall

Nicht nur bei angespannter Wettersituation, sondern ganzjährig sollte man im Notfall gerüstet sein. Mineralwasser ist ganz wichtig.

Alles, was man im Notfall braucht, ist hier auf einen Blick zu sehen. Listen gibt es beim Land.

© Getty Images/iStockphotoAlles, was man im Notfall braucht, ist hier auf einen Blick zu sehen. Listen gibt es beim Land.



Von Alexandra Plank

Innsbruck – Wir sind es gewöhnt, dass wir unser Essen zu jeder Zeit und frisch zubereiten können. Eingelagert wird wenig, außer Erdäpfel vom Bauern. Viele Haushalte verstehen unter Bevorratung eine bis oben hin gefüllte Tiefkühltruhe. Doch was, wenn der Strom ausfällt, wie das auch dieser Tage in Tirol aufgrund von Bäumen, die auf Stromleitungen stürzten, phasenweise der Fall war? Da rinnt die Vorsorge sprichwörtlich davon. Herbert Walter vom Zivil- und Katastrophenschutz des Landes Tirol bezeichnet die Haushaltsbevorratung als sein Herzensanliegen. „Wir klären das ganze Jahr über auf, wie wichtig es ist, das Notwendigste zuhause zu haben“, sagt er. Es müssten gar keine Naturgewalten wie Schnee oder Muren dazu führen, dass man für einige Tage abgeschnitten ist. „Wir sind heute so verwöhnt, dass wir gar nicht daran denken, dass der Strom ausfallen oder das Wasser verunreinigt sein könnte.“ Das Land hat Listen, die festhalten, was jeder in seinem Haushalt vorrätig haben sollte. „Ich fülle immer meine Mineralwasserbestände auf. Es ist einfach unerlässlich, im Ernstfall mit Wasser versorgt zu sein.“

Zentral neben dem Trinken und der Ernährung sei auch die Anschaffung eines Campingkochers. Was helfen die tollsten Produkte, wenn sie nicht gekocht werden können? Auch technisch gilt es gewappnet zu sein. „Eine Taschenlampe und ein batteriebetriebenes Radio sind eine sehr wichtige Investition“, erläutert Walter. Seiner Erfahrung nach sei das Bewusstsein in ländlichen Gebieten und auch bei jungen Menschen größer.

„Im Lechtal etwa sind immer wieder Weiler im Winter abgeschnitten, da ist die Bevorratung selbstverständlich“, schließt der Experte.

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