Letztes Update am So, 17.03.2019 16:27

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Indonesien

Sturzflut in Indonesien: Zahl der Todesopfer auf 73 gestiegen

Nach heftigem Regen waren mehrere Dörfer in der Region um Papua von den Wassermassen überschwemmt worden. Die Behörden befürchten, dass die Zahl der Totesopfer weiter steigen wird.

Nach heftigem Regen seien am Samstag mehrere Dörfer in der Region der Provinzhauptstadt Jayapura von den Wassermassen überschwemmt worden.

© AFPNach heftigem Regen seien am Samstag mehrere Dörfer in der Region der Provinzhauptstadt Jayapura von den Wassermassen überschwemmt worden.



Jakarta – Sturzfluten und Erdrutsche haben in der indonesischen Provinz Papua Dutzende Menschen das Leben gekostet. Bei der Katastrophe sind mindestens 73 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 74 weitere Menschen wurden nach Angaben eines Katastrophenschutz-Sprechers vom Sonntag verletzt. Nach heftigem Regen seien am Samstag mehrere Dörfer in der Region der Provinzhauptstadt Jayapura von den Wassermassen überschwemmt worden.

Die Polizei sprach auch von Erdrutschen. Das genaue Ausmaß der Schäden war zunächst unklar. Die meisten Leichen seien unter den Trümmern beschädigter Häuser gefunden worden, sagte Muhammad Aidi, ein Sprecher der Polizei in Papua. „Der Regen hat zu flutartigen Überschwemmungen geführt, die Schlammlawinen, Baumstämme und andere Materialien aus dem Cyclops-Gebirge runter ins Tal gespült haben.“ Auf dem Weg ins Tal hätten Wasser und Schlamm zahlreiche Häuser beschädigt.

Ein Flugzeug, das von den Wassermassen mitgerissen wurde.
Ein Flugzeug, das von den Wassermassen mitgerissen wurde.
- APA/BADAN NASIONAL PENANGGULANGA

Zwar seien die Fluten inzwischen weitgehend zurückgewichen, weil das Wasser in den Sentani-See am Fuße der Gebirgskette abgeflossen sei. Aber die Schlammlawinen versperrten weiter die Hauptverkehrsachse der an Papua-Neuguinea grenzenden Provinz, erklärte der Polizeisprecher.

Weitere Opfer zu befürchten

Ein weiterer Anstieg der Opferzahlen sei zu befürchten, teilte der Behördensprecher mit. Rettungsteams versuchten derzeit noch, Zugang zu weiteren Katastrophengebieten zu bekommen. Das Hochwasser ging den Angaben zufolge zwar zurück, dennoch mussten weiterhin Menschen in Sicherheit gebracht werden.

Das genaue Ausmaß der Schäden ist den Angaben zufolge noch unklar. Rettungseinsätze und Bergungsarbeiten sind angelaufen.

Überschwemmungen kommen in dem südostasiatischen Land häufig vor, insbesondere in der Regenzeit von Oktober bis April. Im Jänner waren bei Überschwemmungen und Erdrutschen auf der indonesischen Insel Sulawesi etwa 70 Menschen ums Leben gekommen. (APA/dpa/AFP, TT.com)


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