Letztes Update am So, 11.08.2019 10:10

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Luxemburg

Nach Tornado in Luxemburg: Regierung versprach Bürgern Hilfe

Laut Einsatzleiter werden die Aufräumarbeiten nach dem verheerenden Tornado in Luxemburg noch die ganze kommende Woche dauern. Die Regierung hatte am Samstagabend eine Sondersitzung einberufen.

Zahlreiche Häuser waren durch den Sturm schwer beschädigt worden.

© AFP/BELGAZahlreiche Häuser waren durch den Sturm schwer beschädigt worden.



Luxemburg – Nach einem verheerenden Tornado im Südwesten Luxemburgs hat die Regierung den Betroffenen Hilfe versprochen. „Wir lassen keinen im Regen stehen“, sagte Premierminister Xavier Bettel am Samstagabend nach einer Sondersitzung des Kabinetts.

Bei dem Unwetter am Freitagabend waren in den Ortschaften Petingen und Kaerjeng zahlreiche Häuser zum Teil schwer beschädigt worden. „Die Bürger haben in 15 Minuten ganz viel verloren“, sagte Bettel.

314 Häuser beschädigt, 90 Häuser unbewohnbar

Von 19 Verletzten waren am Abend noch zwei im Krankenhaus, sagte Innenministerin Taina Bofferding. Eine Person befand sich wegen eines Herzinfarktes, den sie während des Tornados erlitten hatte, noch in kritischem Zustand. Am wichtigsten sei es jetzt, weitere Schäden zu vermeiden. Unter anderem hätten sich zahlreiche Dachdeckerbetriebe bereit erklärt, Betriebsferien zu unterbrechen und sofort mit der Arbeit zu beginnen. Vermutlich 90 Häuser seien zumindest vorerst nicht mehr bewohnbar. Insgesamt wurden 314 Häuser als beschädigt gemeldet.

Bettel nannte keinen Zahlen zu möglichen Finanzhilfen des Staates. Er lobte die Hilfsbereitschaft und Solidarität der Luxemburger Bürger. „Ich bin wirklich sehr stolz. Premierminister eines Landes zu sein, in dem man sich hilft“, hatte er am Nachmittag bei einem Besuch der betroffenen Ortschaften gesagt. „Es sind Situationen wie diese, in denen man die Solidarität in unserem Land spürt.“

Die Aufräumarbeiten werden nach Angaben des Einsatzleiters der Hilfskräfte, Paul Schroeder, noch die ganze Woche dauern. (APA/dpa)