Letztes Update am Mo, 09.09.2019 18:19

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Katastrophen

Hurrikan „Dorian“: 45 Tote bislang auf den Bahamas geborgen

Die Anzahl der bestätigten Todesopfer nach dem verheerenden Hurrikan auf den Bahamas steigt immer weiter.

Menschen warten auf einem Hafen der Bahamas auf ihre Evakuierung,

© AFPMenschen warten auf einem Hafen der Bahamas auf ihre Evakuierung,



Nassau – Nach dem verheerenden Hurrikan auf den Bahamas sind inzwischen die Leichen von 45 Opfern geborgen worden. Das teilte die Polizei des karibischen Inselstaates am Montag mit. „Wir erwarten, mit Fortschreiten der Such- und Bergungseinsätze mehr verstorbene Menschen zu entdecken“, hieß es.

Den Angaben zufolge wurden 37 Tote allein von der Insel Great Abaco gemeldet, die „Dorian“ am vorvergangenen Sonntag als Hurrikan der kraftvollsten Kategorie getroffen hatte. Die übrigen acht Toten wurden auf der Insel Grand Bahama gefunden, über die der Sturm anschließend quälend langsam hinweggezogen war.

Bis zu Zehntausend Menschen unterversorgt

Mittlerweile wurden rund 3500 notleidende Menschen von den verwüsteten Gebieten auf die bevölkerungsreichste Insel New Providence gebracht, wie bahamaische Medien unter Berufung auf die Katastrophenschutzbehörde der Bahamas, Nema, berichteten. Allein auf Great Abaco fehlte es nach Angaben des Nema-Chefs Stephen Russell vom Samstag noch 7000 bis 10000 Menschen an Lebensmitteln, Wasser und Notunterkünften.

Am Samstag hatte ein Kreuzfahrtschiff fast 1500 Menschen von Great Abaco und Grand Bahama nach Florida gebracht, wie die US-Grenzschutzbehörde mitteilte. Nach einem Bericht des TV-Senders WSVN 7 News in Miami mussten am Sonntag zahlreiche Hurrikan-Opfer eine Fähre nach Florida wegen fehlender US-Visa in der Stadt Freeport auf Grand Bahama wieder verlassen.

An diesem Dienstag soll ein Hilfseinsatz niederländischer und deutscher Marinesoldaten auf den Bahamas beginnen. Das niederländische Docklandungsschiff „Johan de Witt“, ein Hubschrauberträger, fahre seit Sonntag mit Kurs auf das Katastrophengebiet, hieß es am Montag aus dem Verteidigungsministerium. (APA, dpa)