Letztes Update am Sa, 09.11.2019 11:19

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Katastrophen

Mindestens zwei Tote durch verheerende Buschfeuer in Australien

Zahlreiche außer Kontrolle geratene Buschfeuer halten derzeit Feuerwehr und Bewohner der Bundesstaaten New South Wales und Queensland in Atem. Dabei steht das Schlimmste wohl noch bevor.

Den Buschfeuern gingen eine ungewöhnlich lange Dürre, starker Wind, geringe Luftfeuchtigkeit und hohe Temperaturen voraus.

© AFPDen Buschfeuern gingen eine ungewöhnlich lange Dürre, starker Wind, geringe Luftfeuchtigkeit und hohe Temperaturen voraus.



Sydney – In den verheerenden Buschfeuern im Osten Australiens sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Sieben weitere Menschen galten als vermisst, wie die Regierungschefin des Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklian, am Samstag mitteilte. Nach Angaben der Feuerwehr wurden am Freitag rund hundert Häuser durch die Flammen zerstört.

„Schlimmste noch nicht vorbei“

Mehr als 30 Menschen wurden verletzt, die meisten von ihnen Feuerwehrleute. Eines der Todesopfer wurde nach Angaben der Rettungsdienste in einem Auto gefunden, eine Frau sei trotz stundenlanger ärztlicher Rettungsbemühungen gestorben. Die Zahl der Toten könne im Laufe des Tages noch steigen, sagte Berejiklian. Trotz einer kleinen Verschnaufpause am Samstag deute die Wettervorhersage für die kommende Woche darauf hin, „dass das Schlimmste noch nicht vorbei ist“.

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Fast hundert Buschfeuer lodern in den Bundesstaaten New South Wales und Queensland auf einem rund tausend Kilometer langen Streifen entlang der Ostküste, fünf von ihnen waren weiterhin hochgefährlich. Premierminister Scott Morrision nannte die hohe Zahl der Buschfeuer „unglaublich beunruhigend“. Er rief die Bevölkerung auf, sich in Sicherheit zu bringen und den Anweisungen der Rettungsdienste Folge zu leisten.

Bewohner von Fluchtrouten abgeschnitten

In einigen Gebieten waren die Bewohner von Fluchtrouten abgeschnitten und wurden daher aufgerufen, vor Ort irgendwo Schutz zu suchen. „Leider haben viele Menschen um Hilfe gerufen, aber wegen der Größe und Schnelligkeit der Feuer konnten wir nicht zu jedem vordringen, nicht einmal auf Straßen oder im Hubschrauber“, erklärte die Feuerwehr von New South Wales.

In einigen Gebieten waren die Bewohner von Fluchtrouten abgeschnitten.
In einigen Gebieten waren die Bewohner von Fluchtrouten abgeschnitten.
- AFP

Örtliche Radiosender unterbrachen ihr normales Programm und sendeten Anweisungen, wie in Häusern und Fahrzeugen festsitzende Bewohner sich vor Flammen zu schützen versuchen können.

Den Buschfeuern gingen eine ungewöhnlich lange Dürre, starker Wind, geringe Luftfeuchtigkeit und hohe Temperaturen voraus. Für den anstehenden Sommer in Australien bereitet sich das Land auf Temperaturen in Rekordhöhe vor. (APA/AFP)

Trotz einer kleinen Verschnaufpause am Samstag dürfte das Schlimmste noch nicht überstanden sein.
Trotz einer kleinen Verschnaufpause am Samstag dürfte das Schlimmste noch nicht überstanden sein.
- AFP



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