Letztes Update am Mi, 18.06.2014 22:40

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Gletscher gab Wrack frei

60 Jahre nach Flugzeugunglück in Alaska: 17 Leichen geborgen

Am 22. November 1952 war ein Militärflugzeug in den Bergen Alaskas abgestürzt, jetzt gab der Gletscher mehrere Leichen frei.



Anchorage - Mehr als 60 Jahre nach einem Flugzeugabsturz mit 52 Toten in Alaska hat das US-Militär 17 Leichen geborgen und identifiziert. Ein Transportflugzeug der amerikanischen Luftwaffe vom Typ Douglas C-124 Globemaster war am 22. November 1952 östlich der Stadt Anchorage bei voller Geschwindigkeit in den Bergen abgestürzt.

Alle 52 Insassen kamen ums Leben. Eine umgehende Bergung war nach Pentagon-Angaben wegen schlechten Wetters ausgeschlossen.

Wissenschafter des US-Militärs identifizierten die 17 Leichen mit forensischen Methoden und Hinweisen. Sie sollen nun zur Bestattung mit militärischen Ehren an ihre Familien überstellt werden, wie das Pentagon am Mittwoch mitteilte. Die übrigen Todesopfer müssen noch geborgen werden.

Laut einem Bericht der „Los Angeles Times“ von 2012 sank das Wrack nach dem Absturz tiefer und tiefer in einen Gletscher hinein. Retter, die Ende 1952 zur Absturzstelle wanderten, fanden nichts. Die Enkelin eines Verunglückten habe zwölf Jahre nach Hinweisen gesucht, doch das Militär habe ihr erklärt, eine Bergung sei zu aufwendig und teuer.

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Erst vor zwei Jahren entdeckte die Nationalgarde Alaskas bei einer Trainingsmission einige Trümmerteile in einem Gletscher - mehr als 20 Kilometer entfernt von der Absturzstelle. „Der Gletscher hat diese Dinge im Grunde in einer Kapsel verwahrt“, hatte eine Sprecherin der Pentagon-Abteilung JPAC zur Suche nach vermissten Soldaten und Kriegsgefangenen der „Los Angeles Times“ damals gesagt. (APA/dpa)