Letztes Update am So, 21.01.2018 18:27

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Italien

Rechnung von 1100 Euro: Studenten zeigten Lokalinhaber an

In Venedig verlangte ein Restaurantinhaber von Studenten mehr als 1000 Euro. Das ließen die Japaner nicht auf sich sitzen.

© imago/Manfred Segerer(Symbolfoto)



Rom – 1.100 Euro für vier Koteletts, vier Fischplatten und ein wenig Mineralwasser in einem einfachen Restaurant in Venedig: Das schien vier japanischen Studenten, die in Bologna studieren, doch zu viel. Sie zeigten daraufhin den Restaurantinhaber, einen Ägypter, bei der Polizei an.

Der Fall, von dem der Sprecher einer Bürgerplattform „Gruppe 25 Aprile“, Marco Gasparinetti, berichtete, sorgt für neue Polemik um Restaurants in Venedig, die Touristen prellen. „Wir werden dem Fall nachgehen. Sollten die Vorwürfe bestätigt werden, werden wir den Restaurantinhaber bestrafen“, betonte der Bürgermeister von Venedig Luigi Brugnaro.

Im November hatten sich drei asiatische Touristen beschwert, weil sie in einem Restaurant nahe dem Markusplatz 526 Euro für ein Mittagessen zahlen mussten. Der Restaurantinhaber habe sie geprellt, weil sie kein Italienisch sprachen und die Speisekarte nicht verstehen konnten, hatten sich die Touristen in einem Schreiben an Brugnaro beklagt.

Der Bürgermeister hatte daraufhin die asiatischen Touristen als „Bettler“ bezeichnet. „Die Touristen haben Hummer und Austern vertilgt und nichts auf dem Teller gelassen. Wer nach Venedig kommt, muss wissen, dass er in Venedig ist und dafür etwas ausgeben muss. Touristen, ihr seid in Venedig willkommen, doch ihr müsst ausgeben!“, so der Mitte-rechts-Bürgermeister. (APA)