Letztes Update am Mi, 11.07.2018 15:21

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Video

TV-Interview einmal anders: Kater stiehlt Professor die Show

Der Kater eines polnischen Professors sorgte für Aufsehen, als er in ein TV-Interview seines Herrchens auf dessen Schultern Platz nahm. Für den Interviewten nichts neues - dort sitze der Kater nämlich am liebsten.

© YouTube/ScreenshotKater Lisio verfolgte das Interview seines Herrchens von einer etwas ungewöhnlicheren Stelle aus.



Warschau – Ein unbeabsichtigter Auftritt vor laufender Kamera hat einem Kater Weltruhm verschafft. Lisio war während eines TV-Interviews mit seinem Herrchen, dem polnischen Professor Jerzy Targalski, auf die Schultern gesprungen. Ein Video der Szene verbreitete sich rasend schnell im Internet. „Aus der ganzen Welt kommen Reaktionen“, sagte der niederländische TV-Journalist Rudy Bouma am Dienstag in Amsterdam.

Bouma hatte den Warschauer Professor für das renommierte TV-Nachrichtenmagazin „Nieuwsuur“ als Anhänger der regierenden PiS-Partei im Zusammenhang mit der Justizreform in Polen interviewt. Plötzlich sprang der Kater auf die Schultern des Professors, blieb dort sitzen und leckte sogar am Ohr des Mannes. Der ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen.

„Der Kater sitzt am liebsten auf meinen Schultern“, sagte Targalski der dpa. „Er macht das immer - ob ich am Computer arbeite oder Gartenarbeit mache, ist egal.“ Nachts schlafe das Tier am liebsten auf seinem Kopf. Targalski, der noch vier weitere Katzen hat, dachte nicht daran, Lisio von seinen Schultern zu verscheuchen. „Er war doch bei sich zu Hause, da werde ich ihn nicht vertreiben“, sagte er und fügte hinzu: „Wer mit Tieren aufgewachsen ist und sie liebt, für den ist so etwas angenehm und nicht irritierend.“

Das Katzen-Intermezzo wurde nicht im TV ausgestrahlt. Reporter Bouma verbreitete das Video aber über Twitter. Es erinnert an einen anderen Experten, der unfreiwillig berühmt geworden war, weil seine zwei kleinen Kinder im März 2017 plötzlich während eines Live-Gesprächs mit der BBC aufgetaucht waren. (APA/dpa)