Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 01.02.2019


Bezirk Kufstein

Weihnachten „dauert“ heuer etwas länger

Die Schneemassen der vergangenen Wochen halten noch immer auf Trab — und sorgen mitunter für ungewöhnliche Anblicke für Anfang Februar.

Der Weihnachtsmann darf heuer länger bleiben.

© HrdinaDer Weihnachtsmann darf heuer länger bleiben.



Kufstein, Wörgl – „Wenn’s mal wieder länger dauert ...“ – mit diesem Slogan wirbt ein Schokoriegelhersteller und könnte damit heuer bei den Mitarbeitern von Bauhof und Stadtwerken punkten. Denn die Schneemassen der vergangenen Wochen halten die Männer und Frauen noch immer auf Trab – und sorgen mitunter für ungewöhnliche Anblicke für Anfang Februar.

So etwa beim Kreisverkehr in der Kufsteiner Salurnerstraße. Dort lacht noch immer ein Weihnachtsmann die Autofahrer an, wenn es zu seinen Füßen wieder mal staut. Die Feuerwehr oder gar Bergrettung muss man für den weltberühmten Senioren allerdings nicht rufen – bei den für Weihnachtsdekoration zuständigen Stadtwerken bzw. beim Bauhof weiß man wohl über den vermeintlich „vergessenen“ Amerikaner im roten Gewand Bescheid. „Um den Weihnachtsmann abzumontieren, brauchen wir die Feuerwehrleiter. Nur haben wir dafür wegen des Schnees im täglichen Verkehr keinen Platz“, erklärt Bauhofleiter Thomas Guglberger. Ohnehin sei man noch damit ausgelastet, die Wege von der „weißen Pracht“ zu befreien. Santa Claus „hohoho-lt“ so schnell also niemand von seiner Laterne.

Später als gewöhnlich wurde heuer auch in Wörgl die Weihnachtsbeleuchtung zurück in den Keller gebracht – erst in den vergangenen Tagen konnten die Mitarbeiter der Stadtwerke mit der Demontage starten, weiß Thomas Schaffer. „Normalerweise beginnen wir am ersten Werktag nach dem Dreikönigstag. Aber durch den Schnee galt es zuerst einmal zahlreiche Leitungsschäden zu reparieren.“

Weiter tragisch ist das Ganze freilich nicht – aber aufgefallen ist es einigen TT-Lesern. „Uns haben aber auch Leute angerufen, die meinten, wir sollen die Beleuchtung lassen, weil sie durch den vielen Schnee so gut ins Ortsbild passt“, erzählt Schaffer. Mit der Tradition würde man damit nicht brechen – im Kirchenjahr endet die Weihnachtszeit mit Mariä Lichtmess am 2. Februar. (jazz)