Letztes Update am So, 17.02.2019 14:39

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nachwuchs im Zoo

Eisbärenbaby in Berlin schielt, noch kein Name für Eisprinzessin

Laut Zoo-Sprecher Maximilian Jäger ist ein leichter „Silberblick“ bei kleinen Eisbären häufig. Noch hat das Eisbären-Mädchen keinen Namen.

© AFP



Berlin – Der Baby-Eisbär im Berliner Tierpark hat einen Silberblick. „Die Muskeln müssen sich noch entwickeln“, sagte Bärenkurator Florian Sicks am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Ähnliches komme auch bei Kleinkindern und Hundewelpen vor. „Die Augen sind erst seit anderthalb Monaten offen.“

Die Fehlstellung der Augen sei kein Grund zur Besorgnis, hatte auch Zoo-Sprecher Maximilian Jäger der Zeitung B.Z. (Samstag) gesagt. Das komme bei kleineren Eisbären häufiger vor.

Die kleine Eisbärin schielt laut Sicks nur ganz leicht, ein Eingriff sei nicht nötig. „Das wächst sich im nächsten halben Jahr von allein zurecht.“ Dem Jungtier gehe es gut. „Es hat mit achteinhalb Kilo ein gut genährtes Gewicht. Die Zähne brechen jetzt nach und nach durch“.

Restrisiko bleibt

Eisbären-Mama Tonja (9) und ihr Junges haben die ersten elf Wochen alleine in der Wurfhöhle verbracht. In den letzten Tagen haben die Experten genauer nachgesehen. Die erste Untersuchung des Teddy-Nachwuchses ergab: weiblich, gesund und wohlgenährt. „Der kleine Eisbär ist ein putzmunteres, kräftiges Mädchen. Wir konnten uns nun auch persönlich von der Entwicklung des Jungtiers überzeugen und sind überaus zufrieden“, erklärte Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem .

Unklar ist noch, wann sich der Tierpark über einen Namen Gedanken machen wird. Ein Grund für die Zurückhaltung dürfte sein, dass es laut Knieriem nach wie vor ein Restrisiko gibt. In den vergangenen Jahren haben Tonjas Jungtiere nicht lange überlebt. (TT, dpa)