Letztes Update am Do, 28.03.2019 08:51

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Innsbruck-Land

Nach Brand in Mieming: Vibrator-Hersteller sucht Besitzerin

Mit viel Humor reagiert der Vibrator-Hersteller „Womanizer“ auf die Meldung über einen Brand in Mieming am Wochenende: Die Firma will der Besitzerin jetzt ein neues Sex-Toy schenken.

Die Überreste der Platine und die Hinweise auf den "Womanizer".

© Freiwillige Feuerwehr MiemingDie Überreste der Platine und die Hinweise auf den "Womanizer".



Mieming — Dass der Spaß im Bett vor allem Spaß machen soll, beweist der Vibrator-Hersteller „Womanizer" jetzt mit einem humorigen Posting auf Instagram. Dort reagiert die Firma auf die Meldung eines Brandes in Mieming am Wochenende, bei dem Feuerwehrleute neben der verkohlten Platine einer Powerbank auch die Beschreibung eines „Womanizers" fanden.

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„Wir sind geschockt und zutiefst traurig. (...) Jetzt suchen wir nach dem armen Besitzer des zerstörten Toys — weil wir so viele Fragen haben!", schreiben die Betreiber auf Instagram. Und weiter: „War es die heimtückische Attacke eines eifersüchtigen Ex-Partners? Und vor allem: Was machst du jetzt ohne dein Lieblingsspielzeug? Bitte kontaktiere uns!"

Gleichzeitig weist die Firma aber darauf hin, dass bei dem Brand in Mieming nicht der Vibrator sondern die Powerbank in Flammen aufgegangen sei. Es solle nicht der Eindruck entstehen, dass die Produkte nicht sicher seien: "Wir sind daran gewöhnt, dass Kunden für unsere Produkte brennen. Anders aber, als es teilweise in den Medien dargestellt wurde, ging der Womanizer nicht in Flammen auf."

Firma will Besitzer finden

Wie berichtet, hatte die Freiwillige Feuerwehr Mieming am Sonntag gegen 21.10 Uhr den Brand bei der Auffahrt auf die Mötzer Landesstraße im Ortsteil Zein löschen müssen. Das „Objekt" - eine verschmorte Powerbank (Anm.: ein externer Akku) und die Verpackung des "Womanizers" daneben - waren auf einem Gullydeckel entdeckt worden. Ein Unbekannter oder eine Unbekannte dürfte das Gerät dort abgelegt haben, weil es entweder bereits brannte oder im wahrsten Sinn des Wortes „zu heiß" geworden war. Die Feuerwehrmänner konnten die Überreste dann als verschmorte Platine identifizieren und fanden schließlich die verkohlte Beschreibung und eine pinke Kartonage, die zu dem Vibrator gehörten.

Nachdem sich der Feuerwehr-Einsatz auch zu der Hersteller-Firma durchgesprochen hat, zeigt sich diese großzügig: Sie bietet dem Besitzer bzw. der Besitzerin einen neuen Vibrator an — völlig kostenfrei. Außerdem wurde den Feuerwehrmännern für ihren nächtlichen Einsatz ein "kleines Überraschungspaket" geschickt, wie die Firma die Tiroler Tageszeitung Online in einer E-Mail wissen ließ. (TT.com)

Die verkohlte Beschreibung des Womanizers brachte die Feuerwehrmänner zum Schmunzeln.
Die verkohlte Beschreibung des Womanizers brachte die Feuerwehrmänner zum Schmunzeln.
- Freiwillige Feuerwehr Mieming