Letztes Update am Mo, 10.06.2019 08:14

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


USA/Frankreich

Von Trump und Macron gepflanzte Eiche gestorben

Der Baum sollte die engen Bande zwischen den USA und Frankreich symbolisieren: Doch die im vergangenen Jahr gepflanzte Eiche ist mittlerweile tot.

Medienwirksam hatten die Politiker die Eiche eingegraben. Doch der Baum lebte nicht lange.

© AFPMedienwirksam hatten die Politiker die Eiche eingegraben. Doch der Baum lebte nicht lange.



Washington/Paris – Es steht vielleicht symbolisch für die kriselnden Beziehungen zwischen den USA und den Europäern: Eine im vergangenen Jahr von US-Präsident Donald Trump und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron im Garten des Weißen Hauses gepflanzte Eiche ist tot. Das verlautete aus diplomatischen Kreisen.

Macron hatte die junge Eiche im April 2018 als Gastgeschenk zu einem Staatsbesuch in Washington mitgebracht. Der Baum wies symbolisch auf die engen historischen Beziehungen beider Länder hin: Er stammte aus einem nordfranzösischen Wald, in dem im Ersten Weltkrieg mehr als 2000 US-Soldaten im Kampf gegen die Deutschen getötet worden waren.

Trump und Macron pflanzten den Setzling im Garten des Weißen Hauses. Das Foto von der gemeinsamen Gartenarbeit sollte sinnbildlich für die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Präsidenten stehen. Macron galt als der europäische Staatschef mit dem vielleicht besten Zugang zum US-Präsidenten.

Dann wurde der Baum aber wieder ausgegraben: Er musste zunächst, wie bei eingeführten Pflanzen in den USA üblich, in Quarantäne genommen werden. Die Eiche sollte zu einem späteren Zeitpunkt wieder eingepflanzt werden.

Dazu kam es aber nicht. Wie jetzt bekannt wurde, starb der Baum während der Quarantäne. (APA/AFP)