Letztes Update am Fr, 23.08.2019 16:42

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Schweiz

Der Böseste gewinnt: Das Schwingerfest kehrt in die Schweiz zurück

In Zug findet nach dreijähriger Pause wieder das Schwingerfest statt. 276 Schwinger nehmen an dem Fest teil. Das Ziel ist es den Gegner auf den Rücken zu werfen.

Das Ziel ist es den Gegner auf den Rücken zu hauen.

© Screenshot/YouTube/BlickSportDas Ziel ist es den Gegner auf den Rücken zu hauen.



Zug – In der Schweiz steigen bis Sonntag 276 Schwinger „in die Hosen“: so heißt es, wenn Männer eine zünftige Shorts aus Drillich über die eigenen Hosen ziehen und in einer Sägemehl-Arena zum Ringen antreten. Die Gegner packen sich jeweils am Gürtel und am umgekrempelten Schwingerhosenbein und versuchen, sich gegenseitig auf den Rücken zu werfen.

Am Freitag fiel der Startschuss zum Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug südlich von Zürich. Es findet nur alle drei Jahre statt und ist ein Volksereignis, das in diesem Jahr mehr als 300.000 Zuschauer anziehen soll. Der Sieger wird Schwingerkönig und genießt damit landesweit großes Ansehen. Die stärksten Schwinger werden auch als „Böse“ bezeichnet - was in diesem Zusammenhang als freundliche Anerkennung gedacht ist.

Schwingen ist ein traditioneller Hirtensport. Die Kämpfe dauern meist nicht mehr als fünf Minuten. Der Sieger wischt dem Unterlegenen traditionsgemäß das Sägemehl vom Rücken. Der Schwingerkönig erhält einen 1,2 Tonnen schweren Stier als Siegesprämie. Der sportliche Wettkampf wird begleitet von schweizerischer Folklore wie Jodlern und Alphornbläsern. (APA)




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