Letztes Update am Fr, 03.07.2015 13:16

DPA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


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Neues Gutachten im Verfahren von Kachelmann gegen Ex-Geliebte

Der Inhalt des Gutachtens ist nicht bekannt. Beide Parteien haben nun einige Wochen Zeit eine Stellungnahme einzubrigen.

© dapd/EmekJörg Kachelmann.



Frankfurt/Main – Im Schadenersatz-Verfahren von Wetterfachmann Jörg Kachelmann (56) gegen seine Ex-Geliebte liegt dem Berufungsgericht in Frankfurt ein neues Gutachten vor. Beide Parteien hätten jetzt einige Wochen Zeit zur Stellungnahme, sagte der Sprecher des Oberlandesgerichts (OLG), Ingo Nöhre, am Freitag. Einen Verhandlungstermin gebe es noch nicht. Zum Inhalt des Gutachtens sagte der Sprecher nichts.

Das OLG habe im Juni 2014 einen rechtsmedizinischen Sachverständigen eingeschaltet, um die DNA-Spuren an dem Messer zu untersuchen, das im Schlafzimmer von Kachelmanns Ex-Geliebter gefunden worden sei, hatte OLG-Präsident Roman Poseck im Februar dieses Jahres berichtet. Dabei gehe es um die Frage, ob sich die Frau die Verletzungen im Februar 2010 selbst beigebracht hat.

Das Landgericht Frankfurt hatte im Zivilverfahren Kachelmanns Klage gegen seine Ex-Geliebte auf Ersatz von Gutachterkosten in Höhe von rund 13.000 Euro Ende 2013 abgewiesen. Der Moderator hatte beim OLG Berufung eingelegt (Aktenzeichen 18 U 5/14).

Der Schweizer Wetterfachmann war im Mai 2011 im Strafprozess von dem Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen worden. Im Zivilverfahren musste Kachelmann selbst darlegen und beweisen, dass seine Ex-Geliebte bei ihren Vorwürfen die Unwahrheit gesagt hat. Die Frankfurter Zivilkammer hatte in erster Instanz nach eigenen Worten „nicht mit der erforderlichen Sicherheit feststellen können“, dass die Frau wissentlich falsch ausgesagt hat. (dpa)