Letztes Update am Fr, 07.12.2018 22:22

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Steuerhinterziehung

Finanzamt fordert 14,5 Millionen: Shakira hat wieder Ärger mit dem Fiskus

Seit mehreren Jahren lebt die kolumbianische Sängerin Shakira bereits in Spanien, zahlt aber anscheinend keine Steuern in ihrer Wahlheimat. Nachdem sie bereits einen Millionenbetrag für 2011 beglichen hat, will der Fiskus nun auch für die Folgejahre Geld sehen.

© AFPZahlt offenbar keine Steuern in Spanien: Shakira.



Madrid – Der kolumbianischen Popsängerin Shakira droht eine Strafanzeige wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe in Spanien. Die spanische Staatsanwaltschaft habe die 41-Jährige informiert, dass sie ihre Ermittlungen abgeschlossen habe, das Verfahren aber nicht einstellen werde, berichtete die Zeitung „El País“. Der Zeitung zufolge geht es um insgesamt 14,5 Millionen Euro.

Dies bedeute, dass Shakira in den nächsten Tagen mit einer förmlichen Anzeige rechnen müsse. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft wollte den Bericht zunächst nicht bestätigen. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, sagte er der Nachrichtenagentur AFP.

Die spanische Steuerbehörde wirft Shakira vor, zwischen 2011 und 2014 keine Steuern gezahlt zu haben, obwohl sie schon in Spanien lebte. Das Strafverfahren bezieht sich aber nur auf die Jahre 2012 bis 2014, da die Vorwürfe für 2011 bereits verjährt sind. Einem Bericht der katalanischen Zeitung „El Periodico“ habe Shakira für das Jahr 2011 bereits eine Steuerschuld von 20 Millionen Euro gezahlt.

Die kolumbianische Sängerin ist seit 2011 mit dem beim FC Barcelona unter Vertrag stehenden spanischen Fußball-Star Gerard Piqué liiert, sie haben zwei schulpflichtige Söhne. Ihren Wohnsitz hat sie offiziell aber erst seit 2015 in Katalonien. Davor war sie auf den Bahamas angemeldet. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft „entspricht dies nicht der Realität“, da ihr Partner und ihre Kinder in Barcelona leben.

Shakiras Anwälte argumentieren hingegen, dass der Großteil ihrer Einnahmen bis 2014 aus internationalen Tourneen stammte und sie wegen der Konzertreisen nicht mehr als sechs Monate im Jahr in Spanien zugebracht habe. Erst ab dieser Frist muss der steuerliche Wohnsitz in Spanien angemeldet werden. (APA/AFP)