Letztes Update am Sa, 09.03.2019 21:54

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Leute

Sänger R. Kelly erneut aus Haft entlassen

Kelly konnte das Gefängnis verlassen, nachdem er ausstehende Unterhaltszahlungen für seine Ex-Frau und die gemeinsamen drei Kinder geleistet hatte.

R. Kelly bei seiner Entlassung aus dem Gefängnis in Chicago.

© AFPR. Kelly bei seiner Entlassung aus dem Gefängnis in Chicago.



Chicago – Der unter dem Verdacht des sexuellen Missbrauchs stehende US-Sänger R. Kelly ist erneut aus der Haft entlassen worden. Kelly konnte das Gefängnis in Chicago am Samstag verlassen, nachdem er ausstehende Unterhaltszahlungen für seine Ex-Frau und die gemeinsamen drei Kinder in Höhe von 161.000 Dollar (143.000 Euro) geleistet hatte.

„Ich verspreche euch, wir werden diese ganze Sache geraderücken“, sagte der 52-Jährige vor der Haftanstalt von Cook County wartenden Reportern. Es war bereits das zweite Mal, dass der im Februar wegen Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs verhaftete Kelly das Gefängnis verlassen konnte. Im Februar hatte er wegen der Missbrauchsvorwürfe drei Nächte im Gefängnis verbracht, nachdem er zunächst nicht in der Lage war, eine Kaution in Höhe von 100.000 Dollar zu zahlen. Schließlich konnte er das Geld auftreiben und das Gefängnis verlassen. Wegen der ausstehenden Unterhaltszahlungen wurde er dann vor wenigen Tagen erneut inhaftiert.

Schwere Vorwürfe gegen 52-Jährigen

Der 52-Jährige wird des schweren sexuellen Missbrauchs in zehn Fällen beschuldigt. Betroffen sind vier Frauen, von denen drei zum Zeitpunkt der vorgeworfenen Taten noch minderjährig waren. Dem durch Hits wie „I Believe I Can Fly“ bekannten Musiker wird bereits seit zwei Jahrzehnten von Missbrauchsvorwürfen verfolgt. 2002 wurde Anklage gegen ihn wegen Kinderpornografie erhoben, doch wurde er sechs Jahre später freigesprochen.

Im Jänner wurde dann eine sechsteilige Dokumentarserie mit dem Titel „Surviving R. Kelly“ ausgestrahlt. Darin wird ihm sexueller, seelischer und körperlicher Missbrauch von Mädchen und Frauen vorgeworfen. (APA/AFP)