Letztes Update am Fr, 04.10.2019 17:26

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Diskriminierung und Belästigung?

Zwölf Mio. Dollar Schadenersatz: Ex-Assistentin verklagt Robert De Niro

Robert De Niro wird von einer früheren Mitarbeiterin verklagt. Die 36-Jährige behauptet, der Hollywood-Star habe sie unter anderem beleidigt und belästigt. Angezeigt hat sie den 76-Jährigen, nachdem er seinerseits Klage gegen sie wegen Veruntreuung eingereicht hatte.

Schauspieler Robert de Niro.

© AFPSchauspieler Robert de Niro.



New York – Graham Chase Robinson war einst Assistentin von Hollywood-Star Robert De Niro. Jetzt werden sich die 36-Jährige und ihr ehemaliger Arbeitgeber wohl vor Gericht wiedersehen, denn sie haben sich gegenseitig angezeigt, wie das US-Promiportal TMZ berichtet.

Robinson behauptet, De Niro habe sie verbal misshandelt und ihr ausschließlich „stereotype weibliche Aufgaben“ zugewiesen. Angestellt hatte der Schauspieler die damals 25-Jährige im Jahr 2008, und laut ihr legte er ein feindseliges, beleidigendes und einschüchterndes Verhalten an den Tag. Unter anderem habe er sie „Schlampe“ und „Gör“ genannt. Eine Geschäftspartnerin soll er hinter ihrem Rücken „Fotze“ genannt haben.

Doch damit nicht genug. Auch sei De Niro oft betrunken gewesen und habe sie angegriffen, so Robinson, die wegen der Vorfälle nun Klage gegen den 76-Jährigen eingereicht hat. Sie behauptet weiter, De Niro habe während eines Telefongesprächs mit ihr uriniert und ihr befohlen, ihm den Rücken zu kratzen. Er habe außerdem untätig daneben gestanden, als ihr einer seiner Freunde auf den Hintern schlug.

Wie die Seite Page Six berichtet, wirft Graham ihrem ehemaligen Arbeitgeber außerdem vor, nicht zu akzeptieren, dass Frauen genauso wie Männer behandelt werden sollen. Diskriminierung am Arbeitsplatz aufgrund des Geschlechts sei gesetzeswidrig. Sie verlangt Schadenersatz in Höhe von zwölf Millionen Dollar, umgerechnet elf Millionen Euro.

Anwalt hält Vorwürfe für absurd

De Niros Anwalt Tom Harvey sagte zu TMZ, die Vorwürfe von Robinson seien absurd. Allerdings soll sie eine Sprachnachricht von De Niro bei Gericht eingereicht haben, in der er in aggressivem Ton sagt: „Du beantwortest verdammt nochmal nicht meine Anrufe? Wie kannst du es wagen? Du wirst gefeuert. Wie kannst du es wagen?“ Im Folgenden nennt der Schauspieler seine Assistentin angeblich tatsächlich ein „verdorbenes Gör“.

De Niro und seine Geschäftspartner wiederum hatten Robinson im August ebenfalls angezeigt. Der Vorwurf: Sie soll mit der Firmenkreditkarte private Mittagessen und Reisen bezahlt haben. Robinson war nach ihrem Job als De Niros Assistentin zur Vizepräsidentin für Produktion und Finanzen bei Canal Productions aufgestiegen. Dort soll sie während der Arbeit außerdem stundenlang „Friends“ geschaut haben. Im April hatte sie das Unternehmen verlassen, nachdem Misstrauen ihr gegenüber laut geworden war. (TT.com)




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