Letztes Update am Do, 29.09.2011 19:52

AGT_APANL


Leute

Opferplattform plant „Lange Nacht des Missbrauchs“

Lesungen, Performances und Ansprachen von Künstlern und Betroffenen sollen am 6. Oktober auf die Anliegen von Kirchenopfern aufmerksam machen.



Wien - Mit einer Aktion auf dem Wiener Stephansplatz will die „Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt“ auf ihr Anliegen aufmerksam machen. Angelehnt an die „Lange Nacht der Kirchen“ findet am 6. Oktober eine „Lange Nacht des Missbrauchs“ vor dem Dom statt. Angekündigt sind Lesungen, Performances und Ansprachen von Künstlern und Betroffenen.

Zudem sollen Zitate von Kirchenmännern sowie Opfer auf den Stephansdom projiziert werden. Die „Lange Nacht des Missbrauchs“ soll laut Plattform bereits von der Polizei als politische Veranstaltung genehmigt worden sein. Auftakt ist um 17.30 Uhr, das Ende ist für 2.00 Uhr geplant.

Zu den Unterstützern der Aktion zählen unter anderem die Schauspieler Hubsi Kramar und Erwin Steinhauer, der Kabarettist Leo Lukas, Cartoonist Gerhard Haderer und Austropopper Heli Deinboek. Auch Missbrauchsopfer sollen zu Wort kommen, wie etwa Josef Hartmann, der 1995 die „Causa Groer“ ins Rollen gebracht hat.

Die Aktion verfolgt zudem einen weiteren Hintergedanken: Nochmals will die Plattform für ihr angestrebtes Volksbegehren gegen angebliche staatliche Privilegien der Kirchen in Österreich werben. Derzeit werden dafür Unterstützungserklärungen gesammelt. Initiator ist der Unternehmer Niko Alm, der zuletzt mit einem Nudelsieb als „religiöse Kopfbedeckung“ international Aufsehen erregte.




Kommentieren