Letztes Update am Di, 15.10.2013 06:59

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


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Als Chefin ist Lady Gaga gaga

US-Popstar Lady Gaga muss sich vor Gericht verantworten, weil sie ihrer Ex-Assistentin die Überstunden nicht auszahlte und auch sonst viel Ungewöhnliches von ihr verlangte.



New York – Es erinnert ein wenig an „Der Teufel trägt Prada“: In dem Streifen spielt Meryl Streep eine mächtige Magazin-Herausgeberin, die ihrer jungen Mode-Assistentin mit unmöglichen Aufträgen rund um die Uhr das Leben schwer macht. So ähnlich könnte es auch zwischen Lady Gaga und ihrer einstigen persönlichen Assistentin Jennifer O’Neill gelaufen sein. Letztere war nämlich nicht nur für 08/15-Angelegenheiten wie E-Mails checken und Termine ausmachen zuständig.

Nein! Laut der 42-Jährigen habe sie oft gemeinsam mit der Sängerin im Bett schlafen müssen. Mitten in der Nacht sei sie dann geweckt worden, um etwa eine DVD neu einzulegen. Sie hätte keine Privatsphäre mehr gehabt, sei rund um die Uhr für Lady Gaga im Einsatz gewesen – bis zu dem Moment, wo es O’Neill zu viel geworden ist. Und das, obwohl die zwei sich schon vor dieser Zusammenarbeit kannten und so etwas wie Freundinnen waren. Sie verklagte jedenfalls die 27-jährige Sängerin auf Bezahlung der geleisteten Überstunden. Für einen New Yorker Richter war die Angelegenheit klar. Er hat die Klage zugelassen, auf welchen Betrag sich die Rückzahlung belaufen wird, muss noch festgelegt werden.

Lady Gaga indes reagierte auf die Entscheidung nicht sehr ladylike: Sie schimpfte öffentlich über ihre Ex-Assistentin und klagte auch darüber, dass O’Neill ihre Arbeit nicht gut gemacht hätte.

Zahlen wird sie wohl dennoch müssen. Und das dürfte der Frau, die einst mit einem Kotelett-ähnlichen Kleid die Welt erheiterte, nicht schwerfallen. Zwischen Juni 2012 und Juni 2013 soll Lady Gaga laut Forbes nämlich über 60 Millionen Euro verdient haben. Ein paar Überstunden sind dagegen wohl nur Peanuts ... (APA)