Letztes Update am Mi, 16.09.2015 11:18

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Natur

Nur noch halb so viele Tiere leben in und an den Weltmeeren

Seit 1970 ist die Meerestierpopulation um die Hälfte gesunken. Überfischung, Umweltverschmutzung und Klimawandel sind dafür laut WWF verantwortlich.

Eine Wal-Familie: Die Zahl der Meerbewohner ist in den vergangenen 45 Jahren dramatisch gesunken.

© istockEine Wal-Familie: Die Zahl der Meerbewohner ist in den vergangenen 45 Jahren dramatisch gesunken.



Genf – Die Zahl der im Meer lebenden Populationen von Säugetieren, Vögeln, Reptilien und Fischen ist einem Bericht zufolge seit 1970 um die Hälfte gesunken. Grund dafür seien die Überfischung, die Umweltverschmutzung und die Klimaveränderung, erklärte die Umweltschutzorganisation WWF am Mittwoch in einem Bericht.

Ursprung dieser Tendenzen sei der Mensch. Vor allem wuchs der Appetit des Menschen auf Fisch unaufhörlich, so dass Fischpopulationen stark dezimiert wurden - teilweise sank ihre Zahl in rund 40 Jahren um 74 Prozent.

Dies habe „schlimme Folgen“ für die gesamte Menschheit, warnte WWF-Chef Marco Lambertini. Schließlich würden gerade die ärmsten Gemeinschaften, die vom Meer abhingen, „am schnellsten und härtesten“ getroffen. Dem Bericht zufolge gibt es auch immer weniger Korallenriffe, Mangroven und Seegräser, die wiederum für Fische wichtig sind. Für seinen neuen Bericht „Living Blue Planet“ beobachtete der WWF 5.829 Populationen, die zu 1.234 Spezies gehören. (APA/AFP)

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.