Letztes Update am Mo, 22.02.2016 07:28

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Natur

Zyklon „Winston“: Schon 21 Tote im Touristenparadies Fidschi-Inseln

Zyklon „Winston“ zog eine Spur der Verwüstung durch das Inselparadies.

Die Leichenteile wurden in Suva angeschwemmt.

© REUTERSDie Leichenteile wurden in Suva angeschwemmt.



Suva – Bei dem heftigsten Tropensturm, der die Fidschi-Inseln je getroffen hat, sind mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen, berichtete das Nachrichtenpotal Fijivillage. Der Zyklon „Winston“ hatte am Samstag tausende Häuser zerstört, das Ausmaß der Verwüstungen auf den abgelegenen Inseln war zunächst nicht überschaubar.

„Winston“ war der erste Zyklon der höchsten Kategorie fünf, der das Touristenparadies jemals erreichte. Er traf am Samstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 325 Stundenkilometern auf der Hauptinsel Viti Levu auf Land. „Häuser wurden zerstört, viele tiefliegende Gebiete wurden überflutet“, erklärte Regierungschef Voreqe Bainimarama am Wochenende. „Nach dieser großen Tragödie sind viele ohne Strom, ohne Zugang zu sauberen Wasser und ohne Kommunikationsmöglichkeiten.“

Viele Inseln noch von der Außenwelt abgeschnitten

Der Strom wurde in Teilen der Hauptinseln wieder hergestellt, aber viele der mehr als 300 Inseln waren noch von der Außenwelt abgeschnitten. Vielerorts waren Wege durch Erdrutsche verschüttet.

Am Südende der Insel Taveuni seien 90 Prozent der Häuser dem Erdboden gleichgemacht, berichtete FijiVillage. Die Menschen hätten keinen Zufluchtsort, um sich vor Wind und Regen zu schützen, sagte Schulmanager Krishna Reddy.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Australien und Neuseeland versprechen Millionenhilfe

Sämtliche Flüge wurden für zwei Tage gestrichen. Am Montag nahm der Flughafen Nadi seinen Betrieb wieder auf, ausländische Touristen erschien in Scharen, um die Inseln zu verlassen. Vor allem für Australier und Neuseeländer sind die Fidschi-Inseln ein beliebtes Urlaubsziel.

Wegen des Zyklons wurden alle Schulen für eine Woche geschlossen - viele von ihnen wurden zu Notunterkünften umgewandelt. Insgesamt wurden mehr als 750 derartige Unterkünfte eingerichtet. Die Regierungen Australiens und Neuseelands eine Millionenhilfe, aus Neuseeland traf zunächst ein Transportflugzeug ein.

Hilfsorganisationen warnten, das wahre Ausmaß der Katastrophe sei noch nicht absehbar, vor allem nicht auf abgelegenen Inseln. Der „Megasturm“ könne „katastrophale Schäden“ gehabt haben, sagte Iris Low-McKenzie von der Hilfsorganisation Save the Children am Wochenende. (APA/AFP/dpa)