Letztes Update am Do, 21.09.2017 17:05

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Antarktis

Gigantischer Eisberg treibt aufs Meer hinaus

Der frostige Koloss ist mehr als doppelt so groß wie Luxemburg und wiegt 1000 Gigatonnen. Wissenschafter fürchten nun, dass das Schelfeis der Antarktis weiter bröckeln könnte.

Auf diesem Satelliten-Foto vom 22. Juli hatte sich der 175 km breite Eisberg noch nicht vom Larsen-C-Schelfeis gelöst.

© Distribution Airbus DSAuf diesem Satelliten-Foto vom 22. Juli hatte sich der 175 km breite Eisberg noch nicht vom Larsen-C-Schelfeis gelöst.



Antarktis – Der gigantische Eisberg A68 hat sich gelöst und treibt nun aufs Meer hinaus. Satellitenbilder der europäischen Raumfahrtagentur ESA vom 16. September zeigen, dass eine 18 Kilometer große Lücke zwischen dem Eisberg und dem Larsen-C-Schelfeis entstanden ist.

A68 ist einer der größten Eisberge, die je beobachtet wurden. Er wiegt nach Angaben von Experten des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts mehr als 1000 Gigatonnen und hat eine Fläche von 5.800 Quadratkilometern. Da entspricht etwa der doppelten Größe von Luxemburg. Der Eisberg war im Juli in der Westantarktis abgebrochen. Bruchstücke können sich aber jahrelang an derselben Stelle aufhalten, erst jetzt bewegte sich der Koloss.

- esa

Wissenschafter befürchten, dass sich mit dem Abbruch des Eisbergs die neu entstandene Eiskante durch permanentes Abbröseln weiter zurückzieht und das Schelfeis schließlich in absehbarer Zeit komplett zerfällt. Diesen Prozess haben Forscher schon mehrfach beobachtet: In den letzten 20 Jahren sind sieben Schelfeise an der Antarktischen Halbinsel zerfallen oder stark zurückgegangen. In der Folge können die Eisströme der Gletscher ungebremst ins Wasser fließen, was letztlich zur Erhöhung des Meeresspiegels führt. (APA/dpa)


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