Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 14.11.2018


Bezirk Kitzbühel

Biberfamilie am Schwarzsee macht sich für Winter bereit

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© Hechl



Kitzbühel – Seit einigen Jahren sind am Kitzbüheler Schwarzsee Biber wieder heimisch geworden. Nicht alle sind damit glücklich, deshalb hat die Stadt auch ein Auge auf die Nager geworfen.

Seit Kurzem will sich die Biberfamilie am Schwarzsee mit Futtervorrat für den Winter eindecken. Obwohl alle Birken mit einem Schutzmittel bestrichen sind, haben die geschützten Seebewohner einige dieser Bäume angenagt oder gefällt. „Die Biber haben sogar in unmittelbarer Wegnähe angefangen, eine neue Biberburg zu errichten“, berichtet Seereferent Georg Hechl (Grüne).

Die Stadtgemeinde hat schnell reagiert und sieben Mitarbeiter des Bauhofs haben die Birken in Seenähe auf der Nord- bzw. Westseite mit Drahtgittern umgeben.

Das Aufstauen der Zuflüsse bzw. Fällen der Bäume hat auch positive Seiten. Durch das Fällen einiger alter Birken tritt eine Verjüngung der Natur ein und die Samen verbreiten sich schneller. In den letzten Jahren ist ein vermehrtes Nachwachsen junger Birken festgestellt worden.

„Vor ein paar Jahren wurde etwa ein limnologisches Gutachten über den Schwarzseebereich erstellt. Die Dammbildung bei den Zuflüssen hat eine ,Kaffeefilterwirkung‘: Es rinnt saubereres, nährstoffärmeres Wasser in den See. Da das Wasser des Schwarzsees sehr nährstoffreich ist, ist dies ein Vorteil für den See“, erläutert Hechl. (aha, TT)