Letztes Update am Di, 20.11.2018 08:43

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bezirk Reutte

Felssturz am Hochvogel im Außerfern droht: Dörfer nicht betroffen

In den Allgäuer Alpen drohen Felsmassen abzustürzen. Rund um den Hochvogel gibt es jedoch keine Siedlungen, die von davon betroffen sein könnten – nur eine 140 Jahre alte Schutzhütte.

© Johannes LeinauerTiefe Risse spalten den Gipfel des Hochvogels.



München/Innsbruck – Ein drohender Felssturz in den Allgäuer Alpen bedeutet für die örtliche Bevölkerung nach Einschätzung der Behörden keine besondere Gefahr. Wissenschafter gehen davon aus, dass der Gipfel des Hochvogels an der Grenze zwischen Bayern und Tirol bald auseinanderbricht und bis zu 260.000 Kubikmeter Fels ins Tal stürzen werden – die TT berichtete: https://go.tt.com/2TrYPub

Seit Jahren wird eine Felsspalte am Gipfel immer größer, zudem gab es schon erste Felsstürze. Forscher kontrollieren mit Sensoren die Bewegung des Massivs, um einen großen Felssturz vorhersagen zu können.

Da rund um den 2.592 Meter hohen Berg kein bewohntes Gebiet liegt, betrachten die Behörden auf beiden Seiten der Grenze das Geschehen in aller Ruhe. In der Nähe des Hochvogel-Gipfels gibt es nur das Prinz-Luitpold-Haus, eine fast 140 Jahre alte Schutzhütte. Sie sei aber so weit entfernt, dass dort kaum etwas passieren könne, sagte ein Sprecher des Landratsamtes Oberallgäu. (APA/dpa)